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Großrazzia gegen Drogenbande in Las Palmas: Neun in U-Haft

Großrazzia gegen Drogenbande: Neun Festgenommene in U-Haft

Die ermittelnde Richterin hat am Donnerstag, den 26. März 2026, für neun der 17 bei einer groß angelegten Drogenrazzia Festgenommenen Untersuchungshaft angeordnet. Der Polizeieinsatz hatte diese Woche in den Stadtvierteln San José und im Gewerbegebiet San Cristóbal von Las Palmas de Gran Canaria stattgefunden. Die Beschuldigten sollen Teil einer kriminellen Vereinigung gewesen sein, die sich auf den Vertrieb von Heroin und Crack spezialisiert hatte. Zwei weitere Verdächtige wurden unter Auflagen vorläufig auf freien Fuß gesetzt.

Vier Monate Observation führten zur Festnahme

Ana Isabel de Vega, Richterin am Untersuchungsgericht von Las Palmas de Gran Canaria, traf ihre Entscheidung auf Grundlage der Ermittlungsergebnisse nach vier Monaten Observation durch die Nationalpolizei. Die gesammelten Indizien deuten auf mögliche Straftaten der Bildung einer kriminellen Vereinigung und des Drogenhandels hin, die der Gesundheit schweren Schaden zufügen. Die illegale Aktivität soll sich in zwei als Drogenumschlagplätze genutzten Wohnungen in der Calle Palma de Mallorca abgespielt haben, die eine hohe Anzahl von Suchtkranken anzogen und so die Behörden auf den Plan riefen.

Struktur der mutmaßlichen Drogenbande

Laut den Ermittlungen der Spezialeinheit für Drogen und Organisierte Kriminalität (Udyco) standen zwei Männer und eine Frau mit den Initialen J.M.C.O., I.J.N.C. und S.C.C.M. an der Spitze der Organisation. Das Netzwerk teilte die Aufgaben klar unter seinen Mitgliedern auf. Die Personen J.S.J., J.L.R.B., M.E.N.C., G.J.C.N. und J.B.A.M. sollen für den Verkauf innerhalb der Wohnungen verantwortlich gewesen sein. Im öffentlichen Raum, auf offener Straße, sollen R.M.S. und der erst 17-jährige J.D.A.C. den Käufern die Drogen übergeben haben.

Kundenaquise und Straßenkontrolle

Um die Aktivitäten zu verschleiern, überwachten und kontrollierten weitere mutmaßliche Bandenmitglieder die Umgebung und warben gleichzeitig neue Kunden an. Bei diesen handelt es sich laut Angaben um A.J.N.E., V.E.C.S., R.C.S., M.J.R.C., A.A.B.C., G.D.I.C., B.S.C., F.J.C.L. und M.J.C.L. Die Polizei konnte beobachten, dass die Gruppe im Viertel San José nach einem festen Schema vorging. Noch vor Sonnenaufgang trafen die Suchtkranken in der Calle Palma de Mallorca ein und warteten darauf, dass das „Geschäft“ um acht Uhr morgens öffnete.

Polizei beobachtet Drogengeschäft live

Während einer Observation bestätigten sich die Verdachtsmomente der Nationalpolizei, als sie beobachtete, wie sich ein Paar einem der beiden Gebäude näherte, einem der Verdächtigen Geld übergab und dann die Wohnung betrat. Minuten später verließen sie den Ort mit einem „kleinen Gegenstand“ in den Händen. Das Signal, um in das Gebäude eingelassen zu werden, war ein kleines Kopfnicken. Einzige tägliche Änderung: die Person, die als „Türsteher“ fungierte.

Zufällige Festnahme und weitere Zugriffe

Bei einer ihrer Observationen trafen die Beamten auf eine Streife der Lokalpolizei von Las Palmas de Gran Canaria, die gerade einen der Verdächtigen nach einem Crack-Verkauf festnahm. An einem anderen Tag griffen die Udyco-Ermittler selbst ein, um einen Verkauf zu unterbinden. Zwei Käufer hatten das Gebäude mit einem Päckchen verlassen, bevor sie von den Ermittlern gestellt wurden. Bei ihnen wurden jeweils vier Crack-Stücke mit einem Gesamtgewicht von 0,06 Gramm und ein weiteres Stück mit 0,07 Gramm sichergestellt.

Drogenfunde bei weiteren Kontrollen

In gleicher Weise stoppten die Beamten zwei Kunden auf dem Paseo de San José. Bei ihnen fanden sie 0,44 Gramm Heroin in einer vakuumversiegelten Tüte sowie 0,16 Gramm Crack, aufgeteilt in drei Stücke. Die Bandenmitglieder beschränkten ihre Aktivitäten jedoch nicht nur auf die Wohnungen. Laut Ermittlungen deponierten sie die Rauschgiftsubstanzen teilweise auch in einem Blumenbeet und informierten die Abhängigen, wo sie die Ware abholen konnten. Die Bezahlung erfolgte in diesen Fällen durch direkte Geldübergabe an einen der Verdächtigen, der das Geld in die Wohnung brachte und die Drogen im Blumenkübel hinterlegte.

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