Ein Zuhause auf Zeit in schweren Tagen
Die Inselregierung (Cabildo) von Teneriffa investiert über das Insularische Institut für Soziale und Sozio-Gesundheitliche Betreuung (IASS) 350.000 Euro in die Renovierung und Herrichtung des künftigen „Casa Pipa Tenerife“. Dieses Wohnprojekt wird von der Kanarischen Stiftung Pequeño Valiente (Kleiner Mutiger) betrieben und soll krebskranken Kindern und ihren Familien während des medizinischen Behandlungsprozesses eine kostenlose, temporäre Unterkunft bieten.
Besuch und Würdigung der Stiftungsarbeit
Die Sozialdezernentin des Cabildos, Águeda Fumero, und die Inseldirektorin des IASS, Yolanda Baumgartner, besuchten den Sitz der Stiftung auf Teneriffa. Dort informierten sie sich aus erster Hand über die Arbeit der Stiftung und die Fortschritte des Projekts. Die „Casa Pipa“ wird in einem Gebäude in La Laguna untergebracht sein, das von der Regierung der Kanarischen Inseln zur Verfügung gestellt wird.
Schlüsselressource für Familien von den Nachbarinseln
Die Casa Pipa wird eine Schlüsseleinrichtung im sozio-gesundheitlichen Netzwerk sein. Sie richtet sich speziell an Familien, die von anderen Kanarischen Inseln oder von entlegenen Gemeinden Teneriffas kommen und während der oft langwierigen Therapie ihrer Kinder in der Nähe der Krankenhäuser bleiben müssen. Wie im Projekt festgehalten, können sich diese Behandlungen über ein bis zwei Jahre hinziehen und stellen für die Familien eine enorme emotionale, wirtschaftliche und logistische Belastung dar.
Umfassendes Betreuungskonzept für ganzheitliches Wohlbefinden
Das neue Zentrum wird über angepasste Zimmer, Gemeinschaftsbereiche, Räume für psychologische, soziale und physiotherapeutische Betreuung sowie Aufenthalts- und Unterstützungsbereiche verfügen. Das Ziel ist es, das ganzheitliche Wohlbefinden der Kinder und ihrer Familien während des gesamten Prozesses zu gewährleisten. José Juan Jerez, Präsident der Stiftung Pequeño Valiente, dankte für die institutionelle Unterstützung und betonte: „Die Casa Pipa auf Teneriffa wird es Familien mit krebskranken Kindern oder Kindern mit seltenen Erkrankungen, die aus entlegenen Gemeinden oder von nicht-hauptstädtischen Inseln kommen, ermöglichen, einen warmherzigen und spielerischen Raum zu haben.“
Langjährige Zusammenarbeit und steigende Unterstützung
Der Besuch diente auch dazu, die gemeinsame Arbeit des Cabildo mit der Stiftung Pequeño Valiente im Rahmen des „Inselrings der Sozialpolitiken“ (Anillo Insular de Políticas Sociales) im Bereich der Betreuung chronischer Krankheiten zu bilanzieren. Seit 2016 ist die Stiftung Teil dieses Kooperationssystems, über das Programme zur umfassenden Betreuung krebskranker Kinder und ihrer Familien finanziert werden – einschließlich psychologischer, sozialer, pädagogischer und physiotherapeutischer Unterstützung.
In den letzten Jahren hat der Cabildo seine finanzielle Beteiligung an diesem Projekt schrittweise erhöht: von 141.047 Euro im Jahr 2023 auf 186.047 Euro im Jahr 2026. Diese kontinuierliche Unterstützung habe es ermöglicht, „ein Modell der spezialisierten und fortlaufenden Betreuung zu festigen“. Allein im Jahr 2025 wurden durch dieses Programm 227 Kinder direkt und 637 Familienangehörige indirekt betreut.

