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Vorsicht vor Betrug bei Ferienhaus-Buchungen auf den Kanaren

Betrüger locken mit Traumvillen zu Spottpreisen

Die digitale Betrugswelle reißt nicht ab. Die spanische Guardia Civil verzeichnet aktuell einen deutlichen Anstieg von Cyberbetrug im Bereich der Ferienhausvermietung. Dabei nutzen Kriminelle vor allem Content-Plattformen und soziale Medien, insbesondere TikTok, um Villen und Häuser zu bewerben, die ungewöhnlich günstig erscheinen. Die Zahlung soll dann per Banküberweisung oder dem spanischen Bezahldienst Bizum erfolgen. Die Kommunikationswege der Betrüger passen sich ständig an, doch die Guardia Civil identifiziert ein gemeinsames Vorgehen.

So läuft der Betrug ab: Druck, Dringlichkeit und dann Funkstille

Die Täter veröffentlichen ansprechende Anzeigen mit gestohlenen Fotos von seriösen Immobilienportalen. Nimmt der interessierte Urlauber Kontakt mit dem angeblichen Vermieter oder Verwalter auf, folgt das Gespräch einem typischen Muster: Der Betrüger baut Druck auf, indem er ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugt. Er behauptet, es gäbe viele Interessenten, und fordert eine sofortige Anzahlung, um die Reservierung für die gewünschten Daten zu sichern. Die Zahlung – ganz oder teilweise – wird über Kanäle verlangt, die für offizielle Touristenunterkünfte unüblich sind, wie Bizum oder eine direkte Banküberweisung. Ist das Geld überwiesen, blockt der Anzeigenersteller das Opfer oder ignoriert fortan alle Nachrichten. Das Opfer bleibt ohne Buchung und ohne sein Geld.

Tipps der Guardia Civil: So buchen Sie sicher

Die „Benemérita“, wie die Guardia Civil respektvoll genannt wird, hat eine Reihe von Empfehlungen für Bürger herausgegeben, um sich vor dieser Betrugsmasche zu schützen:

  • Misstrauen Sie Schnäppchen: Seien Sie skeptisch, wenn der Preis für die Villa oder die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig ist.
  • Prüfen Sie Bewertungen: Suchen Sie nach Meinungen anderer Nutzer. Meiden Sie Angebote ohne Kommentare oder von Profilen, die erst kürzlich erstellt wurden.
  • Fordern Sie Dokumente an: Verlangen Sie vom Anbieter Dokumente, die das Eigentum an der Immobilie belegen.
  • Recherchieren Sie unabhängig: Suchen Sie den Namen der Unterkunft in anderen Quellen als der ursprünglichen Anzeige. So können Sie deren Existenz überprüfen und die Kontaktdaten abgleichen.
  • Nutzen Sie sichere Zahlungswege: Buchen Sie über offizielle Plattformen, die geschützte Zahlungssysteme und sichere Stornierungsbedingungen bieten. Vermeiden Sie Überweisungen oder Bizum-Zahlungen an unbekannte Personen, ohne die Echtheit der Vermietung persönlich oder auf andere verlässliche Weise überprüft zu haben.

Opfer einer Betrugsmasche geworden? Das müssen Sie jetzt tun

Falls Sie bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, rät die Guardia Civil zu diesen sofortigen Schritten:

  • Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank: Versuchen Sie, die Überweisung noch stoppen zu lassen.
  • Sammeln Sie alle Beweise: Bewahren Sie Zahlungsbelege, Screenshots der Anzeige und aller geführten Gespräche sicher auf.
  • Erstatten Sie Anzeige: Gehen Sie zur nächsten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe und erstatten Sie offizielle Anzeige.

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