Festnahme nach Messerangriff in Schulnähe
Die Guardia Civil hat auf Gran Canaria einen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, eine Verwandte mit einem Messer bedroht und deren Kind getreten zu haben. Die Vorfälle sollen sich bereits zu Beginn dieses Monats in Vecindario, einem Ortsteil der Gemeinde Santa Lucía de Tirajana, ereignet haben. Der Festgenommene wird beschuldigt, eine Schutzanordnung gebrochen, leichte und weniger schwere Körperverletzungen verursacht sowie schwere Drohungen gegen das Leben der Frau ausgesprochen zu haben – einer Verwandten, der er sich nicht nähern durfte.
Tatablauf am Morgen in Vecindario
Die ihm zur Last gelegten Taten geschahen am Vormittag auf einer Straße in Vecindario in der Nähe einer Bildungseinrichtung. Dort soll er eine Frau angesprochen haben, die gerade ihr minderjähriges Kind zur Schule brachte. Er bedrohte sie laut Angaben mit einem Messer in der Hand und äußerte Todesdrohungen gegen sie. In der Auseinandersetzung trat er sogar dem Kind.
Zeuge wird mit Handy attackiert
Ein Bürger, der zuvor gesehen hatte, wie der Aggressor eine Glasflasche nach einer anderen Frau warf, sprach ihn auf sein Verhalten an. Daraufhin schlug der Mann dem Zeugen heftig mit einem Mobiltelefon gegen die Stirn. Der Schlag verursachte eine Schnittwunde, die in einem Gesundheitszentrum mit drei Stichen genäht werden musste.
Gültige Annäherungsverbotsverfügung verschärft Fall
Bei der Festnahme kurz danach stellten die Beamten fest, dass gegen den wegen dieser Vorfälle Ermittelten eine gültige gerichtliche Annäherungsverbotsverfügung gegenüber dem ersten Opfer bestand. Dies verschärft die strafrechtliche Einordnung der Tat, da sich ein Delikt des Urteilsbruchs hinzugesellt. Die eingeleiteten Ermittlungsakten wurden zusammen mit dem Festgenommenen dem zuständigen Bereitschaftsgericht (Juzgado de Guardia) von San Bartolomé de Tirajana vorgelegt.
Hilfsangebote bei Gewalt
Die Telefonnummer 016 bietet allen von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffenen Personen rund um die Uhr und in 53 Sprachen Hilfe an, ebenso wie die E-Mail-Adresse [email protected]. Unterstützung wird auch per WhatsApp unter der Nummer 600000016 angeboten. Minderjährige können sich an die Telefonnummer der ANAR-Stiftung 900 20 20 10 wenden. Es ist nicht erforderlich, zuvor Anzeige erstattet zu haben, um psychologische Hilfe oder Beratung zu erhalten. Sie können auch die 112 wählen, wo auf den Kanaren das „Dispositivo de Mujeres Agredidas“ (Hilfssystem für misshandelte Frauen) aktiviert wird, oder die Nummern der Policía Nacional (091) und der Guardia Civil (062). Falls ein Anruf nicht möglich ist, kann die App ALERTCOPS genutzt werden, über die ein Alarmsignal mit Standortbestimmung an die Polizei gesendet wird.

