Internationaler Haftbefehl führte nach Teneriffa
Im Norden der Insel Teneriffa haben Beamte der Nationalpolizei einen flüchtigen Mann festgenommen, der von den ungarischen Behörden gesucht wurde. Ihm wird die Beteiligung an verschiedenen Drogenhandelsdelikten vorgeworfen, für die er eine dreijährige Gefängnisstrafe verbüßen sollte. Der internationale Haftbefehl war am 9. Februar mit dringlichem Charakter eingegangen.
Fahndungserfolg in La Victoria de Acentejo
Die Ermittler konnten schnell ermitteln, dass der Gesuchte möglicherweise im Norden Teneriffas lebte, da mehrere Wohnsitze und ein Fahrzeug auf seinen Namen registriert waren. Auf Basis dieser Informationen richtete die Polizei am frühen Morgen des 10. Februar einen Observationseinsatz in der Nähe eines der Immobilien ein. Das Gebäude befindet sich in der Gemeinde La Victoria de Acentejo und wurde mutmaßlich als ständiger Wohnsitz des Flüchtigen genutzt.
Festnahme nach gezielter Observation
Während der Überwachung beobachteten die Beamten das Fahrzeug des Gesuchten. Am Steuer saß ein Mann, dessen physische Merkmale mit denen der gesuchten Person übereinstimmten. Nach der Bestätigung seiner Identität wurde der Mann festgenommen und der Justizbehörde vorgeführt. Damit kann nun das von Ungarn beantragte Auslieferungsverfahren eingeleitet werden, wie die Nationalpolizei in einer Mitteilung bekannt gab.
Scheinbar integriertes Doppelleben
Der Festgenommene führte auf Teneriffa ein völlig unauffälliges und in die spanische Gesellschaft integriertes Leben. Er war Inhaber mehrerer Immobilienunternehmen, die sich speziell auf Kunden ungarischer Herkunft ausrichteten – sowohl auf Touristen als auch auf Langzeitresidenten. Hinter dieser Fassade verbarg sich jedoch eine Vergangenheit als mutmaßlicher Drogenhändler: Zwischen 2014 und 2015 soll er an den Straftaten beteiligt gewesen sein, die nun zu seiner Verfolgung führten.

