kriminalitaet kanaren 2025 statistik santa cruz polizei

Kriminalität auf Kanaren steigt: Santa Cruz will Sicherheit ausbauen

Bürgermeister will Polizeipräsenz anpassen

Der Bürgermeister von Santa Cruz de Tenerife, José Manuel Bermúdez, hat am Montag mitgeteilt, dass die Stadtverwaltung in der nächsten lokalen Sicherheitskonferenz mit der Nationalpolizei und der Guardia Civil die Entwicklung der Kriminalitätsdaten analysieren wird. Dies geschieht nachdem bekannt wurde, dass bestimmte Deliktarten im vergangenen Jahr einen Anstieg verzeichneten. Der Rathauschef erklärte, dass zwar bestimmte Straftaten zugenommen hätten, andere aber zurückgegangen seien, wie im Fall von Tötungsdelikten. Er betonte, es handele sich nicht um alarmierende Zahlen, sie müssten aber berücksichtigt werden, um die Polizeikräfte in der Hauptstadt besser zu planen.

In diesem Zusammenhang kündigte er an, dass an dem Treffen sowohl die Nationalpolizei als auch die Guardia Civil teilnehmen werden, um zu bewerten, ob ein Verstärkung der Einsatzkräfte in der Stadt notwendig ist. Er wies darauf hin, dass zeitweise Umstände wie die Betreuung von Migranten dazu geführt hätten, dass Beamte an andere Einsatzorte abgezogen werden mussten.

Stadt setzt auf Aufstockung der Lokalpolizei

Was die Lokalpolizei betrifft, hob der Bürgermeister hervor, dass die Stadtverwaltung kürzlich etwa dreißig neue Beamte eingestellt habe. Er sicherte zu, dass der Personalbestand weiter ausgebaut werde, bis die als angemessen erachtete Zahl an Einsatzkräften für die Stadt erreicht sei. Das Ziel sei es, die verfügbaren Ressourcen an die Realität der Hauptstadt anzupassen und die öffentliche Sicherheit auf Basis der aktuellen Daten zu stärken.

Gemischte Bilanz in der Kriminalstatistik 2025

Nach den vom spanischen Innenministerium veröffentlichten Daten stieg die Kriminalitätsrate in Santa Cruz de Tenerife im Jahr 2025 um 5,6% an, während sie in Las Palmas de Gran Canaria nur um 1% zulegte. Auf den Kanarischen Inseln insgesamt wurden 27 vollendete Tötungsdelikte (Mord und Totschlag) verübt, gegenüber 14 im Jahr 2024 – ein Anstieg um 92,2%. Zusätzlich gab es 55 versuchte Tötungsdelikte, sieben mehr als im Vorjahr (+14,6%).

Ebenfalls gemeldet wurden fünf Entführungen, eine Deliktart, die im Vorjahr statistisch nicht aufgetreten war. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Freiheit gab es einen Rückgang von 1.266 auf 1.108 Fälle (-12,5%). Innerhalb dieser Kategorie sank die Zahl der Vergewaltigungen (sexuelle Übergriffe mit Penetration) um 11,2% auf 214.

Raubdelikte nehmen zu, Einbrüche ab

Im vergangenen Jahr wurden auf den Inseln 2.033 Raubüberfälle (mit Gewalt und Einschüchterung) begangen, ein Plus von 16%. Die Zahl der Einbruchsdiebstähle stieg um 2,1% auf 2.903. Innerhalb dieser Kategorie ist jedoch der Rückgang der Wohnungseinbrüche bemerkenswert: Diese gingen um 10,3% auf 1.680 Fälle zurück.

Die Diebstähle von Fahrzeugen sanken um 3,8% auf 1.544. Einfache Diebstähle (ohne Gewalt oder Einbruch) nahmen um 1,3% zu und beliefen sich auf 28.802. Straftaten im Zusammenhang mit Drogenhandel gingen um 0,6% auf 781 Fälle zurück.

Cyberkriminalität auf dem Vormarsch

Zudem wurden auf den Inseln 17.451 Cyberstraftaten begangen, 4,1% mehr als 2024. Der Großteil davon waren Internetbetrügereien, konkret 15.069 Fälle, was einem Anstieg von 2,1% entspricht.

Unterschiedliche Entwicklung auf den einzelnen Inseln

Die Kriminalitätsrate entwickelte sich auf den einzelnen Inseln sehr unterschiedlich: Sie stieg um 17,4% auf El Hierro, um 8,9% auf Fuerteventura, um 3,5% auf Gran Canaria, um 3,2% auf Lanzarote und um 2% auf Teneriffa. Dagegen verringerte sie sich um 15,5% auf La Gomera und um 9,1% auf La Palma.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link