Drei Festnahmen nach mutmaßlicher Vergewaltigung in Santa Cruz
Beamte der Lokalpolizei von Santa Cruz de Tenerife haben am Sonntagmorgen drei Männer wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer 48-jährigen Frau festgenommen. Der Vorfall ereignete sich in einer Wohnung im Stadtviertel La Salud.
Passantin findet Opfer und alarmiert die Polizei
Die Einsatzkräfte rückten aus, nachdem eine besorgte Bürgerin die Polizeileitstelle alarmiert hatte. Sie hatte das Opfer auf der Straße angetroffen. Die Polizisten fanden die Frau an öffentlicher Stelle, begleiteten sie und nahmen ihre Aussage auf. Diese gab an, sie habe am Abend zuvor einen der später Festgenommenen, einen 30-Jährigen, kennengelernt und sei mit ihm in dessen Wohnung gegangen.
Gewaltsame Übergriffe in der Wohnung
Dort seien zwei weitere Männer, 31 und 47 Jahre alt, gewesen. Laut dem Bericht der Frau packten diese sie gewaltsam, entkleideten sie und hinderten sie daran, um Hilfe zu rufen. Zwei der Männer hätten aktiv mitgewirkt, sie bewegungsunfähig zu machen. Trotz ihres ausdrücklichen Widerstands sei sie von einem der Anwesenden sexuell missbraucht worden.
Flucht und medizinische Versorgung
In einem unbeobachteten Moment gelang es der Frau schließlich, aus der Wohnung auf die Straße zu fliehen. Sie konnte nur einen Teil ihrer Kleidung mitnehmen. Dort wurde sie von mehreren Passanten gefunden. Die Polizeibeamten brachten die Verletzte zunächst in das nächstgelegene Gesundheitszentrum und anschließend in das Universitätskrankenhaus Hospital Universitario Nuestra Señora de La Candelaria, wie eine Mitteilung der Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) festhält.
Tatort gesichert und Spezialisten eingeschaltet
Ein weiteres Team der Lokalpolizei begab sich zur Tatwohnung, identifizierte und nahm die Verdächtigen fest. Die noch vor Ort befindliche Kleidung der Frau wurde sichergestellt. Alle Informationen und Spuren wurden an eine spezialisierte Ermittlungsgruppe der Nationalpolizei (Policía Nacional) übergeben, die die weitere Untersuchung übernimmt. Die Wohnung wurde für die Dauer der Spurensicherung polizeilich bewacht.
Hilfsangebote für Betroffene von Gewalt
Für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt gibt es rund um die Uhr Unterstützung. Die Hotline 016 ist in 53 Sprachen erreichbar, ebenso die E-Mail-Adresse [email protected]. Über WhatsApp kann man unter der Nummer 600000016 Kontakt aufnehmen. Minderjährige können sich an die Stiftung ANAR unter der Telefonnummer 900 20 20 10 wenden. Für eine psychologische Beratung oder rechtliche Auskunft ist keine vorherige Anzeigenerstattung notwendig.
In akuten Notfällen sollte der 112 gewählt werden. Auf den Kanarischen Inseln wird hierüber das spezielle Hilfsprogramm für misshandelte Frauen (Dispositivo de Mujeres Agredidas) aktiviert. Auch die Nummern der Nationalpolizei (091) und der Guardia Civil (062) sind besetzt. Wenn ein Anruf nicht möglich ist, kann die App ALERTCOPS genutzt werden, über die ein Hilferuf mit Standortdaten an die Polizei gesendet wird.

