Wohnmobil-Verein weist Vorwürfe entschieden zurück
Der ökologische Wohnmobil-Club Costa Adeje Teneriffa (ACAT) hat die jüngsten Kritiken von Anwohnern der Urbanisation Amarilla Golf in der Gemeinde San Miguel de Abona im Süden Teneriffas entschieden zurückgewiesen. Der Verein reagiert damit auf Vorwürfe bezüglich seiner Präsenz auf einem kommunalen Gelände, das ihm die Gemeindeverwaltung vorübergehend zur Nutzung überlassen hat. Laut ACAT beschränken sich die Beschwerden im Wesentlichen auf die einer einzelnen Anwohnerin. Diese stehe jedoch im Widerspruch zur Haltung vieler anderer Residenten, die dem Club ihre Unterstützung signalisiert hätten und eine Situation von Chaos, Unhygiene oder Konflikten auf dem als „provisorischer oberer Wohnmobilbereich Amarilla Golf“ ausgewiesenen Gelände nicht erkennen könnten.
„Unbegründete soziale Alarmstimmung“ beklagt
Der Verein bedauert, dass seiner Ansicht nach unbegründet eine soziale Alarmstimmung geschürt werde, die nichts mit dem geordneten, respektvollen und für die Gemeinden vorteilhaften Zusammenleben zu tun habe, das sie förderten. Es gebe keine generelle Ablehnung ihrer Anwesenheit. Im Gegenteil: Mehr Stimmen von Residenten würden bestätigen, dass der Raum gut organisiert sei, keine Probleme im Zusammenleben verursache, die Nutzer höflich und respektvoll seien und die Umgebung sauber gehalten werde.
Volle Sanitärinfrastruktur und strenge Nachtruhe
Was die Hygiene angeht, betont ACAT, dass eine komplette Sanitärinfrastruktur vorhanden sei. Dazu gehörten eine ökologische Entsorgungsstation, ein Trinkwasseranschluss sowie Entleerungszonen für Grau- und Schwarzwasser. Zudem handele es sich um autarke Fahrzeuge mit eigenen Energiesystemen, die für den normalen Betrieb keinen Netzstromanschluss benötigten. Auch Geräuschbelästigungen würden bestritten, da die eigenen Regeln des Bereichs Lärm ab 23:00 Uhr verbieten. Offizielle Anzeigen aus diesem Grund lägen nicht vor; einziges Geräusch gehe von benachbarten Baustellen aus.
Rechtliche Absicherung und wirtschaftlicher Impuls
Wie die lokale Regierung (CC) bereits gegenüber „Canarias Ahora“ erläuterte, ist das Grundstück als Gemeinschaftseinrichtung für öffentliche Dienste oder Aufgaben von allgemeinem Interesse klassifiziert. Der Club weist darauf hin, dass genau diese Einstufung die temporäre Nutzung für gemeinnützige Aktivitäten wie die ihren erlaube, ohne dass städtebauliche Projekte nötig seien. Im Gegensatz zu den Vorwürfen verfüge der Bereich über einen von ACAT vorgelegten Sicherheits- und Notfallplan sowie eine Haftpflichtversicherung des Vereins. Dies garantiere, dass die Aktivität rechtlich abgesichert und die Vermögenshaftung voll versichert sei.
Die Mitglieder des Vereins kritisieren, dass die wiederholten und böswilligen Beschwerden tatsächlich von dieser einen Anwohnerin ausgingen. Gleichzeitig heben sie ihre eigene Arbeit hervor, zu der die Verteilung von Lebensmitteln und andere solidarische Aktionen, die verantwortungsvolle Nutzung des öffentlichen Raums, die Einhaltung von Vorschriften, ökologisch und umweltfreundliche Praktiken sowie ein gutes Zusammenleben mit Residenten und Besuchern gehörten. Sie verfügten über einen internen Verhaltenskodex; der Verein decke kein unziviles Verhalten und werde bei Vorfällen eingreifen.
Zudem betont der Club – ebenso wie die Gemeindeverwaltung – den wirtschaftlichen Impuls, den ihre Präsenz und ihr Konsum in den örtlichen Geschäften für die Zone bedeute. Bei 123 Tagen Aktivität auf dem von ihren Mitgliedern genutzten Gelände errechne sich ein durchschnittlicher Tagesumsatz von etwa 1.000 Euro, was hochgerechnet etwa 130.000 Euro pro Jahr entspreche. Abschließend bekräftigt ACAT seine Gesprächsbereitschaft mit Anwohnern, Gemeindeverwaltungen und Medien, um weiter daran zu arbeiten, dass das Caravaning auf den Kanarischen Inseln ein Modell des Zusammenlebens, des Respekts und der Nachhaltigkeit bleibe.

