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Kanaren melden historischen Tiefstand bei OP-Wartezeiten

Historischer Rückgang: OP-Wartezeiten auf den Kanaren sinken deutlich

Die kanarische Gesundheitsministerin Esther Monzón und der Direktor des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS), Adasat Goya, haben heute Morgen die Bilanz der Wartelisten zum Stichtag 31. Dezember 2025 vorgestellt. Die Daten zeigen einen kontinuierlichen Rückgang der Wartezeit für einen chirurgischen Eingriff. Im Vergleich zum Juli 2023 hat sich die Wartezeit um 46,4 Tage verkürzt. Auch im Jahresvergleich setzt sich der positive Trend fort: Die Wartezeit sank um 16 Tage und die Zahl der Menschen auf der OP-Warteliste ging um 2,5 Prozent zurück.

Von der schlechtesten Bilanz Spaniens unter den nationalen Durchschnitt

Ministerin Monzón würdigte die Arbeit der Fachkräfte, die es ausgehend von einer komplexen Situation nach der Pandemie geschafft hätten, die Balance zwischen neu hinzukommenden und behandelten Patienten auf den Wartelisten herzustellen. Sie verwies darauf, dass die Wartezeit für eine Operation im Juni 2023 mit 153 Tagen die schlechteste in ganz Spanien gewesen sei. Der aktuelle Wert liege nun bei 106 Tagen. Damit liegen die Kanaren nun im dritten Halbjahr in Folge unter dem nationalen Durchschnitt von 118,6 Tagen.

Bis zum 31. Dezember 2025 wurden insgesamt 149.635 chirurgische Eingriffe durchgeführt – ein historischer Rekord mit den eigenen Ressourcen des SCS. Die jährliche chirurgische Warteliste weist insgesamt 32.131 Personen aus, was einem jährlichen Rückgang von 2,5 Prozent entspricht. Dieser anhaltende Rückgang zeigt sich besonders im Vergleich zu Juli 2023: Seitdem ist die chirurgische Warteliste insgesamt um 11,7 Prozent geschrumpft und die Wartezeit für den Operationssaal ist um 46,4 Tage kürzer.

Priorisierung zeigt Wirkung: Lange Wartezeiten stark reduziert

Monzón betonte, dass die auffälligste Entwicklung seit 2023 die Verringerung der Wartelisten mit einer Wartezeit von über sechs Monaten sei. Diese seien um 41 Prozent seit 2023 zurückgegangen. „Diese Zahl bestätigt, dass das Ziel, Patienten mit der längsten Wartezeit zu priorisieren, funktioniert hat“, so die Ministerin. Der jährliche Rückgang dieses Indikators liegt bei 23,12 Prozent. Die Zahl der Patienten, die länger als sechs Monate auf eine Operation warten mussten, sank von 9.457 vor zweieinhalb Jahren auf aktuell 5.575.

Planung trägt Früchte: Die Hälfte der Patienten wartet 70 Tage oder weniger

SCS-Direktor Adasat Goya führte die Ergebnisse auf eine sorgfältige Planung und Leistungsbewertung im chirurgischen Bereich zurück. Ein weiterer guter Indikator für die geleistete Arbeit sei, dass der Medianwert der Wartezeit bei 70 Tagen liege. Das bedeutet, dass die Hälfte der Patienten, die auf einen chirurgischen Eingriff warten, diese Anzahl von Tagen oder weniger wartet.

Goya erklärte weiter, dass nach den Erfolgen bei den OP-Wartelisten nun auch erste positive Ergebnisse bei den Wartelisten für Facharzttermine und diagnostische Tests sichtbar würden. Obwohl die Werte hier nach wie vor hoch seien, setze sich der bereits Mitte letzten Jahres eingeleitete Trendwechsel fort. Er präzisierte, dass die Verbesserungsdaten zeigten, dass die Planung gute Ergebnisse bringe, man aber nicht in Selbstzufriedenheit verfallen dürfe, da insbesondere bei den Wartelisten für Konsultationen und Tests noch viel Verbesserungspotenzial bestehe.

Positive Trendwende auch bei Facharztterminen und Diagnosetests

Goya informierte, dass die Fachkräfte in den SCS-Krankenhäusern im Jahr 2025 insgesamt 3.452.406 Konsultationen durchgeführt hätten – 61.548 mehr als im Jahr 2024. Die Warteliste für Facharzttermine sei um 9,3 Prozent gesunken. Der kontinuierliche Rückgang im Jahr 2025 sei ein hoffnungsvolles Zeichen nach Jahren des stetigen Anstiegs während der Pandemie und in der unmittelbaren Folgezeit. Im vergangenen Jahr sei die Warteliste für Konsultationen um 14.790 Personen geschrumpft, von 158.534 auf 143.744 Personen zum 31. Dezember 2025.

Von den 27 existierenden Fachrichtungen weisen neunzehn einen rückläufigen Trend auf. Dazu gehören Rehabilitation, Traumatologie, Ophthalmologie (Augenheilkunde) und Otorhinolaryngologie (HNO). Zusammen mit der Dermatologie verzeichnen diese Fachgebiete nach wie vor die längsten Wartelisten, was wie gewohnt daran liege, dass sie aufgrund der alternden Bevölkerung und chronischer Erkrankungen eine besonders hohe Nachfrage generieren.

Im Jahr 2025 wurden 955.610 diagnostische Tests durchgeführt, zehntausend mehr als 2024. Die Warteliste für diagnostische Tests ist zum zweiten Mal in Folge rückläufig, diesmal um 4,4 Prozent. Dieser Rückgang folgt dem Abwärtstrend der Warteliste für Konsultationen, da beide eng miteinander verbunden sind. Insgesamt stehen 24.689 Personen auf der Warteliste für diagnostische Tests, das sind 1.133 Personen weniger als zuvor.

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