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Tragödie auf See: Segelboot sinkt, ein Toter

Tragödie auf hoher See

Ein Segelboot mit drei litauischen Staatsbürgern an Bord ist in der Nacht zum Samstag etwa 285 Seemeilen (rund 528 Kilometer) südlich der Kanarischen Inseln gesunken. Die Ursache für den Untergang wird noch untersucht. Einer der Besatzungsmitglieder kam bei dem Unglück ums Leben. Die beiden Überlebenden, die leichte Verletzungen erlitten, konnten ein Notsignal absetzen und wurden nach wenigen Stunden von dem nächstgelegenen Handelsschiff gerettet. Alle Betroffenen befinden sich derzeit an Bord des Tankers „Ouro do Brasil“ auf dem Weg zu einem Hafen in Kap Verde.

Koordinierte Rettungsaktion

Die Rettungsaktion wurde von der spanischen Seenotrettung „Salvamento Marítimo“ koordiniert, die über ihren Account auf X (ehemals Twitter) über den Einsatz berichtete. Gegen 04:45 Uhr morgens erhielt die Leitstelle in Madrid ein Notrufsignal von der Position südlich von Gran Canaria. In der Alarmmeldung waren weder der Grund für den Notfall noch die konkrete Gefahrenlage angegeben.

Da sich in dem Moment kein Rettungsschiff von Salvamento Marítimo in der Nähe befand, alarmierte die regionale Leitstelle in Las Palmas de Gran Canaria das nächste Handelsschiff, den unter liberianischer Flagge fahrenden Tanker „Ouro do Brasil“. Das Schiff änderte umgehend seinen Kurs und steuerte die Position des Notrufs an.

Zwei Überlebende und ein Toter geborgen

Der Tanker erreichte die Unglücksstelle gegen 06:45 Uhr morgens. Die Besatzung stellte fest, dass sich an Bord des gesunkenen Segelboots zwei scheinbar unverletzte Personen sowie eine Leiche befanden. Der Tote konnte geborgen werden. Den geretteten Litauern wurden laut der Nachrichtenagentur Efe leichte Verbrennungen behandelt. Sie gaben an, ihr Boot sei gekentert, sie seien die einzigen Überlebenden und stamme aus Litauen.

Die beiden Männer setzen ihre Reise an Bord des Tankers fort. Das Schiff steuert den nächstgelegenen sicheren Hafen an, wo die Geretteten nach der Anlandung weitere medizinische und behördliche Betreuung erhalten werden.

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