Startschuss für die Inselbahnen: Politik und Verwaltung ziehen an einem Strang
Dieser Freitag markiert einen wichtigen Meilenstein für die Mobilitätswende auf den Kanaren. Die Regierung der Kanarischen Inseln, das spanische Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität sowie die Inselregierungen (Cabildos) von Teneriffa und Gran Canaria haben offiziell die geplanten Überwachungskommissionen ins Leben gerufen. Diese Gremien sind das Herzstück der unterzeichneten Protokolle, die den Bau der beiden Bahnprojekte vorantreiben und ihre zukünftige Finanzierung und Umsetzung sichern sollen.
Wer sitzt mit am Tisch? Die neue Struktur der Zusammenarbeit
Die Kommissionen setzen sich aus Vertretern des Ministeriums, der Regionalregierung und der beiden Inselverwaltungen zusammen. Die Stadtverwaltung von Las Palmas de Gran Canaria wird als Beobachter teilnehmen, wie die kanarische Regierung in einer Mitteilung nach dem Treffen im Regierungssitz in Santa Cruz de Teneriffa bekannt gab.
Das Ziel: Ein klarer Fahrplan für Finanzierung und Bau
Die Generaldirektorin für Verkehr und Mobilität der Kanarischen Regierung, María Fernández, betonte das klare Ziel: „Wir müssen die notwendigen technischen und rechtlichen Vorarbeiten abschließen, um einen mehrjährigen Finanzierungsvertrag auszuhandeln. Dieser Vertrag soll beiden Projekten wirtschaftliche Stabilität verleihen und es uns ermöglichen, endlich konkrete Zeitpläne für Bau und Inbetriebnahme zu definieren.“ In der ersten Sitzung wurden nicht nur die Kommissionen formal eingesetzt und ihre Mitglieder benannt, sondern auch zwei spezifische technische Arbeitsgruppen gegründet: eine für Mobilitätsfragen und eine für Umweltverträglichkeits- und Machbarkeitsstudien. Geplant ist, noch vor Jahresende wieder zusammenzukommen, um am Entwurf des zukünftigen Finanzierungsabkommens zu feilen.
Zwei Inseln, unterschiedliche Baufortschritte: Gran Canaria liegt vorne
Die Staatssekretärin für nachhaltige Mobilität im Verkehrsministerium, Sara Hernández, wies darauf hin, dass sich die beiden Bahnprojekte in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden, aber dennoch koordiniert voranschreiten. „Gran Canaria hat bereits die Genehmigung der Umweltverträglichkeitsprüfung in der Tasche“, so Hernández. „Teneriffa hingegen hat die erzielten Fortschritte bei der Abstimmung mit der Flughafenbetreibergesellschaft AENA vorgestellt, um die genaue Trasse des Südzuges durch den Flughafen Teneriffa Süd festzulegen.“
Durchbruch auf Teneriffa: Abgestimmte Planung mit dem Flughafen
Die Mobilitätsrätin des Cabildo von Teneriffa, Eulalia García, unterstrich die Bedeutung der dieser Woche mit AENA erzielten Einigung. „Diese Vereinbarung ist eine unabdingbare Voraussetzung, um die weitere Entwicklung des Inselbahnprojekts voranzutreiben. Sie erlaubt es uns, die künftige Umgestaltung des Flughafens mit einem integrierten Bahnanschluss direkt im Terminal zu verbinden.“
Gran Canaria: Strategische Bedeutung und europäische Finanzierung
Manuel López, der Inseldirektor für Verkehr des Cabildo von Gran Canaria, zeigte sich zuversichtlich: „Die neue Kommission wird es uns ermöglichen, die offenen technischen und rechtlichen Fragen zu klären und sowohl staatliche als auch europäische Finanzierungsmechanismen zu sondieren.“ Er bezeichnete die Bahn als strategisch wichtiges Projekt für die nachhaltige Mobilität der Insel.
Der Weg ist geebnet: Von Protokollen zu konkreten Verträgen
Die von den Verwaltungen unterzeichneten Protokolle legen den notwendigen Kooperationsrahmen für die Förderung beider Bahnprojekte fest. Sie sehen den Abschluss spezifischer Verträge vor, sobald die technische, sozioökonomische und ökologische Machbarkeit nachgewiesen ist. Die nun eingesetzten Kommissionen haben darüber hinaus die Aufgabe, den Fortschritt der Planungsverfahren zu überwachen und die notwendige institutionelle Koordination zu stärken, um die Entwicklung der Züge auf Teneriffa und Gran Canaria weiter voranzutreiben.

