Gelbe Warnung für starke Winde und Seegang
Die Kanarischen Inseln stehen an diesem Donnerstag, dem 4. Juni, unter dem Einfluss eines kräftigen Tiefdruckgebiets. Die staatliche Wetteragentur Aemet hat daher eine gelbe Warnung für mehrere Inseln des Archipels herausgegeben. Betroffen sind insbesondere Teneriffa und Gran Canaria, wo die Warnung sowohl vor starken Winden als auch vor einem aufgewühlten Seegang gilt. Für die übrigen westlichen Inseln sowie Lanzarote wurde eine gelbe Warnung allein aufgrund der Windverhältnisse ausgesprochen.
Böen bis zu 80 km/h erwartet
Die Meteorologen rechnen mit maximalen Böen von 70 Kilometern pro Stunde, die jedoch lokal die 80 km/h-Marke überschreiten können. Der Wind kommt aus Nordost und wird vor allem in den Gipfellagen und an den südöstlichen Hängen der gebirgigen Inseln spürbar sein. Besonders betroffen sind zudem die Nordwesthänge von La Palma, La Gomera und Gran Canaria, sowie der äußerste Westen von El Hierro und Teneriffa. Die lokale Überschreitung der 80 km/h wird vor allem für La Palma, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria nicht ausgeschlossen.
Seegang: Windstärke 7 zwischen den Inseln
Auch die Seefahrt wird durch das Wetter beeinträchtigt. Im Kanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria sowie südöstlich von Gran Canaria weht der Nordostwind mit 50 bis 61 km/h, was der Windstärke 7 auf der Beaufort-Skala entspricht. Dies führt zu einem deutlich erhöhten Wellengang, der insbesondere für kleinere Boote und Fährverbindungen problematisch sein kann.
Wechselhafte Bewölkung und lokale Schauer
Die Wolkendecke gestaltet sich je nach Region sehr unterschiedlich. Auf Teneriffa wird es im Norden unterhalb von 800 bis 1.000 Metern wechselhaft bewölkt sein, mit größeren Auflockerungen am Nachmittag. In den tiefer gelegenen Gebieten des Nordostens dominieren hingegen dichte Wolken, und es kann in den frühen Morgenstunden sowie vor allem in der Abenddämmerung zu Sprühregen kommen. In den übrigen Landesteilen bleibt es hingegen meist gering bewölkt oder sogar klar.
Temperaturen: Bis zu 30 Grad im Süden von Teneriffa
Die Temperaturen zeigen eine leichte Tendenz nach oben. Während die Tiefstwerte nahezu unverändert bleiben, steigen die Höchsttemperaturen auf den meisten Inseln leicht bis mäßig an. An der Südküste des Großraums von Santa Cruz de Tenerife sind sogar lokal 30 Grad Celsius möglich. Auf Lanzarote und Fuerteventura bleiben die Höchstwerte dagegen stabil, ohne größere Veränderungen.
Wetter im gesamten Archipel: Wolken und Auflockerungen
Für den gesamten Archipel zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Im Norden der Inseln ist es meist stark bewölkt, mit Auflockerungen am Nachmittag. Vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend kann es im Norden der gebirgigen Inseln zu Sprühregen kommen. In den restlichen Gebieten bleibt es gering bewölkt oder sonnig. Der Wind weht mäßig bis stark aus Nordost, mit sehr starken Böen in den Gipfellagen, an den nordwestlichen und südöstlichen Hängen der Gebirgsinseln sowie im Süden Lanzarotes.

