neue erdbebenserie teide teneriffa april 2026

Neue Erdbebenserie unter dem Teide auf Teneriffa registriert

Neue seismische Aktivität unter dem Teide-Vulkan

Das Nationale Geographische Institut (IGN) hat eine neue Episode seismischer Aktivität unter dem Kratergebiet Las Cañadas del Teide auf Teneriffa festgestellt. Seit vergangenen Freitag, dem 3. April 2026, wurden dort 131 schwache Erdbebenereignisse hybriden Charakters registriert. Diese sogenannten Pulssignale waren von geringer Energie und wurden von niederfrequenten Signalen begleitet.

Details der gemessenen Beben

Von der Gesamtzahl der Beben konnte das IGN 31 Ereignisse manuell genau lokalisieren. Ihre Magnituden lagen zwischen 0,4 und 1,6 auf der mbLg-Skala. Die Herdtiefen dieser Beben bewegten sich in einem Bereich von 5 bis 18 Kilometern unter der Erdoberfläche. Das erste Beben wurde am 3. April um 22:47 Uhr Ortszeit aufgezeichnet. Seither hat die Aktivität in intermittierender Form bis zum aktuellen Zeitpunkt angehalten.

Kein Grund zur Besorgnis

Die Wissenschaftler des IGN heben hervor, dass sich diese aktuelle Aktivität von den zuvor beobachteten Erdbebenschwärmen seit Februar unterscheidet, da sie kein sich wiederholendes Muster aufweist. Zudem wurde keines der jüngsten Beben von der Bevölkerung gespürt. Besonders wichtig ist die Einschätzung der Vulkanologen: Diese Art von seismischer Aktivität, die aus hybriden Beben und langperiodischen Ereignissen (LP-Ereignissen) besteht, erhöht nicht die Gefahr eines Vulkanausbruchs auf Teneriffa in der kurzen oder mittleren Frist.

Umfassende vulkanische Überwachung

Das IGN erinnert daran, dass es als für die vulkanische Überwachung in Spanien verantwortliche Behörde auf Teneriffa ein dichtes Netz von mehr als 100 fest installierten Stationen, Geräten und Probennahmepunkten unterhält. Mit dieser modernen Technologie werden die wichtigsten Parameter wie Seismizität, Bodenverformungen und geochemische Veränderungen rund um die Uhr überwacht und ausgewertet. Dies ermöglicht eine lückenlose Echtzeitüberwachung jeder noch so kleinen Anomalie, die auf eine Veränderung der Eruptionsgefahr hinweisen könnte.

Daten sind noch vorläufig

Abschließend weist das Institut darauf hin, dass die Daten aufgrund der sehr geringen Amplitude der gemessenen Signale noch vorläufig sind. Sowohl die genaue Anzahl der Ereignisse als auch der Bereich ihrer Magnituden könnten sich bei einer noch detaillierteren Analyse noch leicht verändern. Es ist sogar möglich, dass die Zahl der registrierten Ereignisse nach einer vertieften Auswertung noch steigen wird.

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