Historischer Start ins Jahr 2026
Die Kanarischen Inseln setzen zu Beginn des Jahres 2026 ihre beeindruckende Erfolgsserie fort. Seit dem zweiten Halbjahr 2022 verzeichnen die Inseln kontinuierliche Steigerungen bei den wichtigsten makroökonomischen Variablen des dominanten Wirtschaftszweigs, der 37% zum regionalen Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Dies zeigt sich erneut in den offiziellen Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) zu den Ankünften ausländischer Touristen in Spanien und seinen autonomen Gemeinschaften (Frontur-Daten) sowie zu deren touristischen Ausgaben (Egatur-Statistiken) für den Januar 2026. Ein weiterer Monat, der sich nach dem Rekord von 15,7 Millionen ausländischen Besuchern zum Jahresende 2025 erneut auf Bestmarken zubewegt.
Internationale Lage als möglicher Einflussfaktor
Es bleibt abzuwarten, wie sich die jüngste internationale politische Lage, ausgelöst durch die USA und Israel im Nahen Osten, auf den Dienstleistungssektor der Kanaren auswirken wird. Experten prognostizieren jedoch zwei mögliche große Effekte: Einerseits die Lenkung von mehr Tourismus zu einem theoretisch sicheren Ziel wie den Inseln, insbesondere nach den bereits beobachteten Schwierigkeiten in einigen Regionen des östlichen Mittelmeers und des Nahen Ostens. Andererseits die Auswirkungen der steigenden Kraftstoffpreise auf die finale touristische Nachfrage. Erinnert sei daran, dass der sogenannte Arabische Frühling dem Ziel Kanaren jährlich etwa 1,5 Millionen zusätzliche Besucher bescherte, die außerordentlich durch die Flucht aus Mittelmeerzielen gewonnen wurden.
Rekord bei Ankünften und Ausgaben
In der aktuellen Analyse für Januar 2026 setzt sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre auch beim Volumen der Besucher mit Ursprung außerhalb Spaniens fort. Nicht weniger als 1,43 Millionen Menschen (1.427.000) kamen im Berichtsmonat auf die Kanaren – ein Plus von 4,9% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 (Spanien gesamt: +1,2%) und ein neuer historischer Rekord für die Inseln im Januar. Die Zahl der ausländischen Ankünfte im Archipel übertraf die absolute Schwelle vom Januar 2025 um 69.923 Personen.
Parallel zu den steigenden Ankünften zeigt sich im Januar identisch die Tendenz bei den registrierten touristischen Ausgaben der Ausländer. Hier ist stets zu betonen, dass dieser Indikator nicht gleichzusetzen ist mit den finalen Einnahmen, die durch die Leistungserbringung der auf den Kanaren ansässigen Wirtschaftsakteure erzielt werden. Diese Ausgaben erreichten im Januar 2026 stolze 2.241 Millionen Euro, allein für die Komponente der aus anderen Ländern eingereisten Besucher – mit überwältigender Dominanz des Vereinigten Königreichs und Deutschlands. Dieser Wert liegt 3,6% über dem des Januar 2025 (Spanien gesamt: +9,3%) und geht mit einem kräftigen Anstieg der durchschnittlichen täglichen Ausgaben einher.
Höhere Tagesausgaben, kürzere Aufenthalte
Die durchschnittlichen täglichen Ausgaben eines in den Kanaren weilenden ausländischen Touristen stiegen um 6,9% im Jahresvergleich und liegen nun bei 193 Euro pro Tag. Dennoch zeigen die veröffentlichten Statistiken auch einen negativen Aspekt: Trotz des höheren Tageskonsums sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 7,6% auf 8,1 Tage im Januar. Dies führt zu einem leichten Rückgang der durchschnittlichen Gesamtausgaben pro Tourist während seines Aufenthalts um 1,2% im Jahresvergleich.
Dieser kleine Makel wird jedoch mehr als wettgemacht durch die deutlich höhere Anzahl an ausländischen Besuchern – fast 70.000 mehr als im Januar 2025 –, was die absolute Gesamtausgabensumme in die Höhe treibt.
Führende Position im spanischen Vergleich
Die Kanarischen Inseln tragen damit normalerweise 29% zu den touristischen Ausgaben bei, die den im Januar nach Spanien eingereisten Ausländern zugerechnet werden (die landesweite Summe beträgt 7.805 Millionen Euro). Damit liegen sie vor den üblichen Größen dieser Tourismussaison: Katalonien auf Platz zwei und die Gemeinschaft Madrid auf Platz drei. Was die reine Anzahl der ausländischen Ankünfte betrifft, leisten die Kanaren mit einem sehr ähnlichen Prozentsatz von 27,8% zur nationalen Gesamtzahl (5,1 Millionen Personen im Januar) ebenfalls den größten Beitrag und belegen den ersten Platz, gefolgt von Katalonien (19,7%) und der Gemeinschaft Madrid (14,9%).

