Übernachtungen in Ferienwohnungen gehen zurück, Passagierzahlen steigen
Die Übernachtungen in touristischen Unterkünften außerhalb von Hotels – also in Apartments, auf Campingplätzen, in Landhäusern und Jugendherbergen – beliefen sich im Februar auf den Kanarischen Inseln auf über 2,3 Millionen. Das bedeutet einen Rückgang von 4,2 Prozent im Vergleich zum Februar des Vorjahres, wie das Nationale Statistikinstitut (INE) mitteilt. Allerdings ist die Zahl der Besucher auf den Inseln nicht gesunken, sondern nur die der Gäste, die sich für diese Art der Unterkunft entscheiden. Nicht in dieser Statistik enthalten sind private Ferienwohnungen.
Tatsächlich verzeichneten die Flughäfen der Kanaren im Februar insgesamt 4.546.710 Passagiere, was einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem gleichen Monat 2025 entspricht (Quelle: Aena). Hinzu kommen noch die Kreuzfahrtpassagiere, deren Zahlen im Januar und Februar die Vorjahreswerte deutlich übertrafen.
Hotels und Apartments: Kanaren mit landesweit höchster Auslastung
Bei den Übernachtungen in Hotels und Apartmentanlagen verzeichneten die Kanarischen Inseln im Februar die höchste Auslastung in ganz Spanien: 88,6 Prozent der angebotenen Apartments waren belegt. Unter den Touristengebieten war Gran Canaria das beliebteste Ziel mit über 810.000 Übernachtungen. Die Insel Lanzarote wies den höchsten Belegungsgrad auf: 91,7 Prozent. Die touristischen Punkte mit den meisten Übernachtungen waren San Bartolomé de Tirajana und Mogán auf Gran Canaria sowie Arona auf Teneriffa.
Gesamtspanien: Leichtes Plus bei Übernachtungen
Im gesamten Spanien überstiegen die Übernachtungen in extrahotalen Unterkünften im Februar die Marke von 6,6 Millionen, nach einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Sowohl die Übernachtungen von inländischen als auch von ausländischen Gästen stiegen um 0,2 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 4,6 Nächten pro Reisendem.
Detailanalyse der Unterkunftsarten
Tourist-Apartments: Preise steigen leicht
Im Februar stiegen die Übernachtungen in Tourist-Apartments um 0,8 Prozent. Der Preisindex für Apartments (IPAP) verzeichnete einen jährlichen Anstieg von 0,5 Prozent. Die Übernachtungen inländischer Gäste gingen um 0,2 Prozent zurück, während die ausländischer Gäste um 1,1 Prozent zunahmen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank um 4,1 Prozent auf 5,2 Nächte. Es wurden 34,4 Prozent der angebotenen Plätze belegt (ein Minus von 6,6 Prozent). Am Wochenende lag die Auslastung bei 38 Prozent (minus 5,5 Prozent). Der Anteil der Übernachtungen durch ausländische Gäste betrug 81,6 Prozent, wobei das Vereinigte Königreich mit 27,5 Prozent der Hauptmarkt war.
Campingplätze: Deutsche sind Hauptgastgruppe
Die Übernachtungen auf Campingplätzen gingen insgesamt um 1,4 Prozent zurück, obwohl die inländischen Gäste um 2,3 Prozent zunahmen. Die ausländischen Gäste gingen um 2,6 Prozent zurück. Der Preisindex für Campingplätze (IPAC) schnellte um 6,8 Prozent in die Höhe. Es wurden 46,4 Prozent der angebotenen Stellplätze belegt (plus 1,9 Prozent). Die Wochenendauslastung lag bei 47 Prozent (minus 1,8 Prozent). Ausländische Gäste waren für 75 Prozent der Übernachtungen verantwortlich, wobei Deutschland mit 39,8 Prozent der wichtigste Herkunftsmarkt war. Das beliebteste Ziel für Camper war die Region Valencia mit über 600.000 Übernachtungen und einer Auslastung von 69,7 Prozent. An der Costa Blanca war die Auslastung mit 86,4 Prozent am höchsten.
Ländlicher Tourismus: Inländische Gäste legen zu
Die Übernachtungen im ländlichen Tourismus stiegen um 2,4 Prozent. Dabei legten inländische Gäste um 7 Prozent zu, während ausländische Gäste um 11,1 Prozent zurückgingen. Der Preisindex (IPTR) sank um 0,2 Prozent. Es wurden 12,5 Prozent der Kapazitäten belegt (minus 2,2 Prozent). Die Wochenendauslastung lag bei 27 Prozent (minus 1,3 Prozent). Das beliebteste Ziel war Kastilien und León. Die Kanarischen Inseln erreichten jedoch mit 44,9 Prozent die höchste Gesamtauslastung in dieser Kategorie. Auf Gran Canaria waren sogar 52,4 Prozent der Plätze belegt.
Jugendherbergen: Kanaren mit Spitzenauslastung
In Jugendherbergen gingen die Übernachtungen um 4,4 Prozent zurück. Inländische Gäste sanken um 18,8 Prozent, ausländische stiegen um 8,4 Prozent. Es wurden 23,1 Prozent der Plätze belegt (minus 4,2 Prozent). Die Wochenendauslastung betrug 30,1 Prozent (minus 3,5 Prozent). Das beliebteste Ziel war die Region Madrid. Dennoch verzeichneten die Kanarischen Inseln auch hier mit 81,3 Prozent die bei weitem höchste Auslastung aller Regionen.

