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Kanaren trotz Krise: Tourismus boomt weiter

Robuster Start ins Jahr 2026

Kurz vor dem Ende der touristischen Hochsaison (Oktober bis April) zeigt sich das Reiseziel Kanarische Inseln erstaunlich robust. Mehr als drei Jahre in Folge behauptet das Archipel seine starke Position, und das trotz der internationalen Unsicherheiten, die seit der Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar 2026 die Welt beschäftigen. Diese anhaltend hohe Nachfrage spiegelt sich auch in den Zahlen der ersten beiden Monate dieses Jahres wider, die weiterhin steigen. Im zuletzt analysierten Monat Februar stieg die Zahl der ausländischen Besucher im Vergleich zum Februar 2025 um 3,3% (landesweit in Spanien waren es 2,8%). Damit kamen fast 1,5 Millionen internationale Touristen auf die Inseln. Diese Zahl treibt das kumulierte Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 auf ein Plus von 4,1% gegenüber 2025. Insgesamt reisten in Januar und Februar 2,9 Millionen Besucher mit Ursprung außerhalb Spaniens auf die Kanaren – ein Zuwachs von 119.727 Personen in nur zwei Monaten. Sollte dieses Tempo beibehalten werden, was angesichts der schwierigen internationalen Konjunktur noch ungewiss ist, könnte auch das Gesamtjahr 2026 erneut alle Rekorde brechen.

Kanaren sind Spaniens Tourismusmotor

Im Februar 2026, dem aktuellsten Monat mit vorliegenden Daten, festigten die Kanarischen Inseln ihre Position als wichtigstes Reiseziel für ausländische Touristen in Spanien. Laut den vom Nationalen Statistikinstitut (INE) veröffentlichten „Frontur“-Daten (Movimientos Turísticos en Fronteras) entfielen 26,8% aller internationalen Ankünfte in Spanien auf das Archipel. Auf den Plätzen folgten Katalonien (21,3%) und Andalusien (14,1%). Betrachtet man die ersten beiden Monate des Jahres 2026 zusammen, führen die Kanaren mit 2,9 Millionen Besuchern und dem besagten Plus von 4,1%. Katalonien verzeichnete 2,2 Millionen Ankünfte (ein Minus von 0,9%), Andalusien kam auf 1,5 Millionen (ein Plus von 2,4%).

Ausgaben: Spitzenreiter mit leichtem Dämpfer

Was die Gesamtausgaben der internationalen Touristen in Spanien betrifft, so wurden im Februar 2026 laut der parallel veröffentlichten „Egatur“-Erhebung (Encuesta de Gasto Turístico) landesweit 7.606 Milliarden Euro umgesetzt – ein Anstieg von 4,6% gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch hier spielten die Kanaren eine dominante Rolle: Sie vereinnahmten 29,2% der nationalen Tourismuseinnahmen, gefolgt von Katalonien (18%) und der Region Madrid (15,3%). Allerdings verzeichneten die Kanaren im Jahresvergleich zum Februar 2025 einen Rückgang der Tourismuseinnahmen um 1,6%. In Katalonien stiegen sie dagegen um 18,7%, in Madrid um 1,9%. Der konkrete, der Inselgruppe zugerechnete Tourismuseinkaufswert belief sich im Februar 2026 auf 2.221 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert unter allen spanischen Autonomen Gemeinschaften (bedingt durch die Hochsaison auf den Inseln), bedeutet aber dennoch ein Minus von 1,6% gegenüber dem Februar 2025.

Kürzere Aufenthalte als Hauptgrund

Dieser Rückgang der absoluten Ausgaben ist nicht mit einem generellen Einbruch der Tourismuseinnahmen auf den Inseln gleichzusetzen. Die Ursache liegt vor allem in einer deutlich kürzeren durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der ausländischen Gäste. Sie sank im Februar 2026 auf 7,5 Tage, was einem Minus von 12,6% gegenüber der Reisedauer im selben Monat des Vorjahres entspricht. Bemerkenswert ist hingegen, dass die durchschnittlichen touristischen Tagesausgaben pro Person weiter stiegen – und zwar um 8,9% im Jahresvergleich. Das Verhalten dieses letzten Wertes erklärt, warum der Rückgang der absoluten Tourismuseinnahmen im Februar hauptsächlich auf die kürzere Verweildauer der Gäste im gewählten Urlaubsziel, in diesem Fall den Kanarischen Inseln, zurückzuführen ist.

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