Breiter Konsens für bessere Arbeitsbedingungen
Mit einer überparteilichen Mehrheit hat das Parlament der Kanarischen Inseln den Weg für verbindliche ergonomische Standards in der Tourismusbranche freigemacht. Alle Fraktionen mit Ausnahme von Vox einigten sich auf eine Gesetzesänderung, die unter anderem die Pflicht zur Anschaffung höhenverstellbarer Betten vorsieht. Die Änderung des Tourismusgesetzes (Ley 7/1995) wird voraussichtlich an diesem Mittwoch im Parlament verabschiedet.
Maßnahmen gegen körperliche Belastung
Die kanarische Tourismus- und Arbeitsministerin, Jéssica de León, gab die Einigung am Dienstag nach Verhandlungen mit den Parlamentsfraktionen bekannt. Der Konsens sieht vor, höhenverstellbare Betten und motorisierte Transportwagen als verbindliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes in Hotels, anderen Beherbergungsbetrieben und bestimmten Ferienhausanlagen einzuführen. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten wie Zimmermädchen zu verbessern und die physische Belastung, die mit ihrer Tätigkeit verbunden ist, deutlich zu reduzieren.
Einigung als „große Nachricht“ gewürdigt
„Es ist eine großartige Nachricht für die parlamentarische Arbeit, dass wir uns in den grundlegenden Dingen einigen können“, betonte Ministerin De León. Sie dankte ausdrücklich den Abgeordneten aller beteiligten Fraktionen – wiederum mit Ausnahme von Vox – für ihre Unterstützung und unterstrich, dass ein solcher Konsens trotz politischer Unterschiede im derzeitigen Klima nicht alltäglich sei. Die finale Abstimmung über die Novelle des Tourismusgesetzes ist für Mittwoch vorgesehen.

