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Kanaren hinken bei Energiewende massiv hinterher

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Ein Plus, das kaum ins Gewicht fällt

In den letzten drei Jahren (2023–2025) hat sich auf den Kanarischen Inseln zwar ein wenig verbessert, doch der Fortschritt ist so minimal, dass er kaum ins Gewicht fällt und schwer zu bewerten ist. Die von den öffentlichen Institutionen so lautstark angekündigte Revolution bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bleibt weiterhin aus. Der Archipel hinkt bei Windkraft, Fotovoltaik und Wasserkraft – den drei Hauptsäulen der Energiewende – massiv hinterher.

Nur 21 Prozent grüner Strom – der Rest ist Fossil

Die Bilanz des Jahres 2025 ist ernüchternd: Gerade einmal 21 Prozent des gesamten Stromverbrauchs auf den Kanaren stammten aus erneuerbaren Quellen. Zum Vergleich: Auf dem spanischen Festland lag dieser Anteil bei beeindruckenden 55,5 Prozent, nachdem 2024 mit 56,8 Prozent sogar ein historischer Rekord erzielt wurde. Die Inseln mussten folglich satte 79 Prozent ihres Energiebedarfs durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Diesel und Gas decken.

Die Folgen dieses veralteten Systems sind gravierend: Allein die Stromerzeugung verursachte im vergangenen Jahr auf den Kanaren CO₂-Emissionen von 4,9 Millionen Tonnen. Das entspricht 16,6 Prozent der gesamtspanischen Emissionen aus der Stromproduktion – ein überproportional hoher Wert angesichts der Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft der Inseln. Die Daten stammen aus dem Jahresbericht „Das elektrische System der Kanarischen Inseln 2025“ des Netzbetreibers Red Eléctrica, der zur Redeia-Gruppe gehört.

EU-Millionen verpuffen wirkungslos

Besonders bitter: Dies alles geschieht, obwohl die Kanarischen Inseln aus dem EU-Programm Next Generation üppige Finanzmittel erhalten haben. Mehr als 1,7 Milliarden Euro wurden seit 2021 aus dem Corona-Wiederaufbaufonds bereitgestellt, um unter anderem die wirtschaftliche Erholung und den Kampf gegen den Klimawandel zu fördern. Doch die Umsetzung durch die regionale Regierung lässt zu wünschen übrig – die Projekte, die bis zum 31. August abgeschlossen und abgerechnet sein müssen, weisen weiterhin niedrige Ausführungsquoten auf.

Drei Inseln besonders betroffen

Der Bericht offenbart zudem ein erschreckendes Detail: Drei der sieben Inselsysteme (zwei sind verbunden: Lanzarote-Fuerteventura und seit kurzem Teneriffa-La Gomera) decken ihren Strombedarf fast vollständig mit Dieselgeneratoren – im Schnitt über 89 Prozent. Die traurige Rangliste führt La Palma an, wo 92,2 Prozent des Stroms aus Diesel gewonnen wird, gefolgt von La Gomera mit 89,2 Prozent und Lanzarote mit 88,8 Prozent. Dieses obsolete Modell ist die schmutzigste Form der Energieerzeugung und maßgeblich für die hohen Emissionswerte verantwortlich.

Lichtblicke: El Hierro und Fuerteventura

Ein Hoffnungsschimmer kommt aus den nicht-kapitalstädtischen Inseln Fuerteventura und El Hierro. Fuerteventura profitiert von einer höheren installierten Leistung und besserer Durchdringung der Windkraft – immerhin 67,4 Prozent des Stroms dort stammt noch aus Diesel. El Hierro hingegen glänzt durch das Pumpspeicherkraftwerk Gorona del Viento, das 43,6 Prozent des Verbrauchs im Jahr 2025 abdeckte. Ein Rekord: 178 Stunden in Folge versorgte sich die kleine Insel im vergangenen Jahr ausschließlich mit erneuerbarer Energie.

Kanaren im nationalen Vergleich abgeschlagen

Die installierte Stromerzeugungsleistung auf den Kanaren betrug 2025 insgesamt 3.438 Megawatt (MW), davon entfielen 1.044 MW auf erneuerbare Quellen – ein Anteil von 30 Prozent (2024: 28,7 %, 2023: 27 %). Die Kapazität für grüne Energie wuchs im Vergleich zu 2024 um 7,4 Prozent. Doch trotz des Ausbaus deckte die saubere Energie nur 21 Prozent des tatsächlichen Verbrauchs ab – aufgeschlüsselt nach 15 Prozent Windkraft, 5 Prozent Fotovoltaik, 0,3 Prozent Wasserkraft und 0,8 Prozent sonstigen erneuerbaren Quellen. Zum Vergleich: 2024 waren es 20,8 Prozent, 2023 nur 19 Prozent.

Die gesamte Stromerzeugung im Archipel belief sich 2025 auf 8.998 Gigawattstunden (GWh), wovon 1.889 GWh aus erneuerbaren Energien stammten. Damit liegt der Inselanteil an der spanischen Gesamterzeugung bei 3,5 Prozent. Bei der installierten Leistung rangieren die Kanaren lediglich auf Platz 13 aller autonomen Gemeinschaften – nur die Region Valencia, Kantabrien, das Baskenland und die Balearen schneiden schlechter ab. Noch düsterer sieht es bei der tatsächlichen Erzeugung aus erneuerbaren Quellen aus: Hier belegen die Inseln den vorletzten Platz, nur die Balearen sind noch schwächer.

Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf die beiden Hauptinseln: Teneriffa verzeichnete 2025 einen Anteil von 40,2 Prozent am regionalen Stromverbrauch, Gran Canaria folgt mit 37,6 Prozent, dahinter Fuerteventura (9 %), Lanzarote (8,8 %) und La Palma (2,9 %). Der Gesamtstromverbrauch stieg im Vergleich zu 2024 leicht um 1,1 Prozent – ein Zeichen dafür, dass der Bedarf wächst, während das Angebot an sauberer Energie nicht Schritt hält.

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