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Hotels auf Teneriffa öffnen Zimmer für Notfälle

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Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Hotels als Zufluchtsorte in der Krise

Hotels auf Teneriffa sollen künftig Zimmer für Menschen bereitstellen können, die bei einer Notlage ihr Zuhause verlieren oder einen Zufluchtsort benötigen – etwa bei Vulkanausbrüchen, Waldbränden oder Überschwemmungen. Genau das ist das Ziel von Habitación 112, einer Plattform des Hotelverbands Ashotel, die es touristischen Betrieben ermöglicht, den für die Bewältigung solcher Situationen zuständigen Stellen ihre verfügbaren Plätze anzubieten. Das Angebot gilt auch für La Palma, La Gomera und El Hierro.

So funktioniert die Plattform

Interessierte Betriebe müssen sich vorab auf der Plattform registrieren und Angaben zu ihren Einrichtungen sowie zu den Zimmern machen, die sie gegebenenfalls zur Verfügung stellen könnten. Erst dann erhalten sie im Ernstfall eine Warnmeldung und können freiwillig melden, wie viele Plätze sie anbieten. In diesem Moment können die mit der Lagebewältigung betrauten Stellen die Angebote einsehen und direkt mit den Hotels Kontakt aufnehmen, um Unterkünfte anzufragen, die Bedingungen abzustimmen und die Betroffenen unterzubringen.

Teil einer umfassenderen Risikostrategie

Die Inbetriebnahme dieser Plattform ist Teil einer breiter angelegten Strategie, um den Beherbergungssektor auf Gefahrensituationen vorzubereiten. Mit demselben Ziel hat Ashotel das Handbuch für das Vorgehen des Beherbergungssektors in Notfällen auf Teneriffa erstellt – ein 74-seitiges Dokument, das Leitlinien dafür festlegt, wie Hotels und außerhotelische Anlagen handeln sollten, um ihre Gäste und Mitarbeitenden zu schützen und sich mit den Rettungsdiensten abzustimmen.

Krisenteams, Gästeregister und Evakuierungsprotokolle

Zu den wichtigsten Empfehlungen des Handbuchs gehören die Bildung interner Krisenteams, die Aktualisierung der Gästeregister und die Identifizierung besonders schutzbedürftiger Personen sowie die Notwendigkeit mehrsprachiger Kommunikationskanäle und von Protokollen für Evakuierung und Schutz in geschlossenen Räumen. Obwohl das Dokument dem Vulkanrisiko besondere Aufmerksamkeit widmet, enthält es auch Maßnahmen für andere Szenarien wie Waldbrände, Überschwemmungen, Erdbeben, widrige Wetterlagen, gesundheitliche Notlagen und Versorgungsunterbrechungen.

Checklisten und klare Zuständigkeiten

Für jede dieser Situationen enthält der Leitfaden Checklisten, Handlungsblätter und Regelungen zur Abstimmung mit Reiseveranstaltern sowie Vorgaben zur Abgrenzung der Verantwortlichkeiten der Betriebe. Diese müssen die Anweisungen der Behörden befolgen und ihre eigenen Selbstschutzpläne anwenden, die das Handbuch nicht ersetzt.

Schrittweise Einführung mit Schulungen und Übungen

Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt schrittweise und mit Unterstützung von Ashotel. Der Verband will die Betriebe mit Präsenzveranstaltungen, Seminaren, Übungen und Schulungsmaßnahmen begleiten, damit sie die Empfehlungen in ihre internen Abläufe aufnehmen können. Auf diese Arbeitsschiene setzte der Verband bereits während der jüngsten Übung Volcanex Tenerife 2026, an der er teilnahm, um zu prüfen, wie der Beherbergungssektor in einer Notlage reagiert und wie seine Abstimmung mit den beteiligten Diensten verbessert werden kann.

Ein Werkzeug für mehr Sicherheit von Gästen und Personal

Es handle sich, so fasst es der Geschäftsführer des Hotelverbands, Juan Pablo González, zusammen, letztlich um ein Werkzeug, damit „die Hotelanlagen und alle ihre professionellen Teams vorbereitet sind, über klare Protokolle verfügen und wissen, wie sie sich mit den Behörden abstimmen, um die Sicherheit ihrer Gäste und ihrer Belegschaft zu gewährleisten“.

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