Grippewelle auf den Kanaren: Maskenpflicht in Gesundheitszentren
Die Grippeinfektionen auf den Kanarischen Inseln haben einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Die Gemeinschaft ist damit in das epidemiologische Risikoszenario 2 eingetreten. Dies bedeutet unter anderem, dass die Empfehlung zum Tragen einer Maske auf alle Bereiche von Gesundheitseinrichtungen ausgeweitet wird – auch für Personen ohne Symptome. Laut dem aktuellen Bericht der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit des Kanarischen Gesundheitsdienstes (SCS) stieg die Inzidenz der Erkrankung in der Woche vom 15. bis 21. Dezember um 28,4% im Vergleich zur Vorwoche. Die Fallzahlen kletterten von 151,4 auf 194,4 Fälle pro 100.000 Einwohner. Es wird erwartet, dass die Zahlen nach den Weihnachtsfeiertagen noch einmal deutlich ansteigen werden.
Virus verbreitet sich schneller als im Vorjahr
„Es ist passiert, was wir erwartet haben. Allerdings hat sich das Virus in dieser Saison schneller verbreitet als im letzten Jahr“, bewertet Álvaro Torres, Leiter der Überwachungseinheit der besagten Behörde der autonomen Regierung. Tatsächlich liegen die epidemiologischen Indikatoren bereits auf demselben Niveau wie in der vierten Januarwoche des Vorjahres. „In einem Großteil der autonomen Gemeinschaften auf dem spanischen Festland wurde der Höhepunkt bereits erreicht und die Fallzahlen beginnen zu sinken. In unserem Fall hinken wir im Vergleich zum Festland etwa zwei Wochen hinterher“, erklärt der Experte.
Maßnahmen des Szenarios 2
Der Eintritt in das Szenario 2 mitten in der Weihnachtszeit sieht eine Reihe von verstärkten Maßnahmen vor. Dazu gehören:
– Die Stärkung der Kapazitäten zur frühzeitigen Erkennung von Fällen.
– Die Bewertung der Notwendigkeit, regelmäßige Treffen zwischen den Verantwortlichen für die epidemiologische Überwachung, den Dienststellen für Arbeitsrisiken und den Diensten für Präventivmedizin in vulnerablen Bereichen einzuberichten, um Pläne zur Kontrolle der Übertragung zu erstellen.
– Die Verbesserung der Belüftung in Innenräumen.
Konkrete Maskenempfehlungen
Was den Gebrauch von Masken betrifft, wird deren Nutzung in allen Gesundheitseinrichtungen – einschließlich Apotheken – empfohlen. Personen, deren Beruf einen direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit mit sich bringt, sollten ebenfalls auf diese Schutzmaßnahme zurückgreifen. In sozialmedizinischen Zentren (z.B. Pflegeheimen) müssen dagegen alle Mitarbeiter eine Maske tragen. Bewohner oder Nutzer müssen sie nur in Gemeinschaftsbereichen anlegen, wenn sie respiratorische Symptome zeigen. „Die Krankenhäuser müssen außerdem ihre Notfallpläne bereithalten und das Personal verstärken, falls es notwendig wird“, fügt Torres hinzu.
