frust ueber ausbleibenden krankenhaus ausbau sued teneriffa

Süd-Teneriffa: Frust über ausbleibenden Krankenhaus-Ausbau

„Welche Traurigkeit und Frustration“

Die „Plattform für ein öffentliches Krankenhaus im Süden Teneriffas“ zeigt sich empört darüber, dass das Krankenhaus in El Mojón in der Gemeinde Arona das Jahr 2025 schließen wird, ohne dass die „so dringend geforderte“ Erweiterung öffentlich ausgeschrieben wurde. „Wir Bürger des Südens fühlen uns im Gesundheitswesen vergessen“, stellt die Bürgerinitiative in einer Mitteilung klar und fügt hinzu: „Wie oft hat man uns versprochen, dass das Krankenhaus im Süden Teneriffas eine Priorität sei. Falsch, wir warten seit 30 Jahren auf das Krankenhaus, das wir brauchen. Was können wir noch tun? Wohin drängen uns unsere Regierenden?“

Blockierte Betten durch fehlende Pflegeplätze

Die Plattform erinnert daran, dass sich zu den Verzögerungen bei der Verbesserung des Krankenhauses El Mojón in den letzten Jahren noch ein weiteres Problem gesellt hat: Die Zahl der „blockierten“ Zimmer durch ältere Patienten, die eigentlich entlassen wurden, aber die Einrichtung nicht verlassen können, weil es an Pflegeplätzen für sie mangelt, hat zugenommen. Dies ist ein Problem, das die gesamte Insel betrifft. Wie der Inselrat (Cabildo) von Teneriffa im vergangenen Oktober aufdeckte, warten 18.046 pflegebedürftige Tinerfeños auf die sozialmedizinische Betreuung, die sie benötigen und auf die sie ein gesetzliches Recht haben. Dies gab die für Soziales zuständige Inselrätin, Águeda Fumero, bekannt. In der Ratssitzung bat sie die Nutzer und ihre Familien um „Entschuldigung“, verteidigte aber gleichzeitig die Schaffung von 518 Plätzen in zwei Jahren als Ergebnis der „harten Arbeit“ ihres Teams im Institut für Soziale und Sozialmedizinische Betreuung (IASS), von denen allerdings mehr als die Hälfte noch nicht in Betrieb genommen werden konnten.

Krankenhaus wandelt sich zur Pflegeeinrichtung

Die Plattform, die seit Jahren für ein würdiges Krankenhaus im Süden kämpft, das der Nachfrage im bevölkerungsreichsten Teil Teneriffas gerecht wird, schätzt, dass 60 % der Zimmer im Krankenhaus von Arona von diesem Problem betroffen sind. „Daher müssen wir mit großem Bedauern feststellen, dass sich diese Infrastruktur vom Ziel der Gesundheitsversorgung entfernt und sich eher in Richtung einer sozialmedizinischen Einrichtung entwickelt.“

Appell an die Regionalregierung

Die Plattform für ein öffentliches Krankenhaus im Süden Teneriffas schließt ihre Mitteilung mit einer Botschaft an den Präsidenten der Kanarischen Regierung, Fernando Clavijo: „Erinnern Sie sich, dass wir in jeder unserer zahlreichen Treffen in diesen zweieinhalb Jahren besonders auf die Notwendigkeit der Erweiterung des Krankenhauses im Süden gedrängt haben. Sie schauten dabei stets Ihre Gesundheitsministerin an und forderten sie auf, die Prozesse zu beschleunigen. Es hat nichts genutzt. Die Ausschreibung eines einfachen Verfahrens für die Erstellung eines Architekturprojekts ist in all dieser Zeit nicht erfolgt, weshalb wir uns betrogen und sehr enttäuscht fühlen.“ Für diesen Verein, der sich aus Unternehmern, Nachbarschaftsvertretern und Privatpersonen zusammensetzt, „gibt es keine ausreichende Entschuldigung, die diese unerträgliche Verzögerung rechtfertigt.“ „Mehr noch, der Versuch, dies weiter zu rechtfertigen, bedeutet, uns Bürger dieser Seite der Insel für dumm zu verkaufen“, heißt es abschließend in der an die Medien versandten Erklärung.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link