aerzte streik kanaren dezember 2025

Ärzte auf den Kanaren schließen sich nationalem Streik an

Nationaler Ärztestreik erreicht die Kanaren

Ärztinnen und Ärzte auf den Kanarischen Inseln werden sich an den bundesweiten Streiktagen vom 9., 10., 11. und 12. Dezember beteiligen. Der Streik wurde von der Spanischen Konföderation der Ärztegewerkschaften (CESM) ausgerufen und richtet sich gegen den Entwurf für ein Rahmengesetz zum Personalstatut des Nationalen Gesundheitsdienstes (SNS) der Zentralregierung.

Warum die Ärzte protestieren

Laut der Ärzteschaft spiegelt der Gesetzesentwurf weder die Verantwortung noch die Qualifikation wider, die der Beruf erfordert. Sie befürchten, dass er die Fähigkeit des Gesundheitssystems, talentierte Fachkräfte anzuziehen und zu halten, gefährden würde. Das Offizielle Ärztekollegium von Teneriffa betonte diese Woche in einer Pressemitteilung, dass sich die ohnehin prekäre Situation auf den Kanaren durch den Gesetzesentwurf noch „verschärfen“ würde. Grund sei der bereits „akute“ Mangel an Fachpersonal, verursacht durch fehlende Planstellen, unbefriedigende Arbeitsbedingungen und unangemessene Bezahlung.

„Diese Situation fördert, dass unsere Fachärzte gezwungen sind, in andere Regionen oder Länder abzuwandern, die ihre Ausbildung und Hingabe tatsächlich wertschätzen“, so die kanarischen Mediziner.

Kritikpunkte am Gesetzesentwurf

Das Ärztekollegium von Santa Cruz de Tenerife teilt die „Besorgnis“ des Forums der Ärzteschaft über den vom Gesundheitsministerium vorgelegten Entwurf. Dieser weise weiterhin „gravierende Mängel“ auf, darunter eine „unangemessene“ berufliche Einstufung, das Fehlen einer „klaren“ Regelung der Arbeitszeit und eines Vergütungsmodells, das der beruflichen und sozialen Verantwortung des Arztberufs gerecht wird.

Der Kanarische Ärzteverband (Sindicato Médico Canario) räumte zwar ein, dass das Ministerium sich den Forderungen „angenähert“ habe. Die aktuellen Vorschläge seien jedoch „völlig unzureichend“, um den „tatsächlichen“ Bedürfnissen der Ärzteschaft im ganzen Land gerecht zu werden.

Konkrete Forderungen der Streikenden

Die Gewerkschaften fordern konkret:

  • Die Angleichung der Berufslaufbahn im Kanarischen Gesundheitsdienst (SCS) an den Durchschnitt der drei besten autonomen Gemeinschaften Spaniens für alle Kategorien.
  • Eine „offene und dauerhafte“ Versetzungsmöglichkeit, die ab Januar 2026 operativ sein soll.
  • Eine Gehaltsverbesserung für Bereitschaftsdienststunden von Assistenzärzten und Fachärzten.

„Ohne einen soliden rechtlichen Rahmen, der professionelle Exzellenz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Ruhezeiten, die Qualität der Versorgung und die Sicherheit der Patienten unterstützt, sind diese hart erkämpften Rechte ernsthaft bedroht“, warnt das Ärztekollegium von Teneriffa und ruft die Kolleginnen und Kollegen zur Streikteilnahme auf.

Streikaktionen und Kundgebungen auf Teneriffa

Das Ärztekollegium von Santa Cruz de Tenerife hat alle seine Mitglieder zur Mobilisierung aufgerufen. Geplant sind neben dem Streik auch Kundgebungen:

  • Dienstag, 9. Dezember: Von 11:00 bis 11:30 Uhr am Haupteingang des Universitätsklinikums der Kanaren (HUC).
  • Donnerstag, 11. Dezember: Von 11:00 bis 12:00 Uhr vor der Subdelegation der Zentralregierung in der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, sowie vor Krankenhäusern und anderen Gesundheitszentren.

Proteste auf Gran Canaria

Auch auf Gran Canaria werden die Mediziner protestieren:

  • Dienstag, 9. Dezember: Von 11:00 bis 11:30 Uhr vor dem Haupteingang des Hospital Doctor Negrín.
  • Donnerstag, 11. Dezember: Von 11:00 bis 12:00 Uhr vor der Delegation der Zentralregierung an der Plaza de La Feria in Las Palmas de Gran Canaria.

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