Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Güímar steht am Montag, dem 7. September, ganz im Zeichen einer der traditionsreichsten und meistbesuchten Veranstaltungen seines Festkalenders: der „Bajada de Nuestra Señora de El Socorro“ (dem Herabstieg Unserer Lieben Frau von El Socorro). Die Organisatoren rechnen mit einer enormen Beteiligung – bereits in den Vorjahren strömten zu dieser Prozession mehrere Zehntausend Gläubige und Besucher in den Ort, allein im letzten Jahr sollen es rund 50.000 Menschen gewesen sein.
Ein sechs Kilometer langer Weg voller Glaube und Tradition
Die etwa sechs Kilometer lange Strecke verbindet die Kirche San Pedro Apóstol im historischen Zentrum mit der einsamen Ermita de El Socorro an der Küste. Diese Wallfahrt ist weit mehr als nur ein religiöser Akt – sie ist ein tief verwurzeltes Ereignis, das Hingabe, Brauchtum, Folklore und das gemeinschaftliche Miteinander der Kanarier vereint.
Der genaue Ablauf: Von der Morgendämmerung bis Mitternacht
Der Veranstaltungstag beginnt in aller Frühe: Bereits um 04:00 Uhr morgens kündigt ein Ansagewagen auf den Straßen des Ortskerns den Beginn des Festes an, während die Glocken von San Pedro läuten und die Bewohner wecken. Um 06:00 Uhr folgt die feierliche Pilgermesse, die Bischof Eloy Alberto Santiago von der Diözese höchstpersönlich zelebrieren wird. Direkt im Anschluss setzt sich die Prozession in Bewegung – vorbei an der Kapelle El Calvario und von dort hinab zur Küste, wo die Ankunft an der Ermita gegen 12:00 Uhr mit einer weiteren Messe vorgesehen ist. Der wohl ergreifendste Moment des Tages wird jedoch am Nachmittag erwartet: Um 19:00 Uhr wird das Bildnis der Virgen zur Cruz de Tea getragen, um dort die traditionelle „Ceremonia de los Guanches“ aufzuführen – ein Schauspiel, das die Legende der Erscheinung der Jungfrau vor den Ureinwohnern Teneriffas auf eindrucksvolle Weise lebendig werden lässt. Den Abschluss der langen Feierlichkeiten bilden eine Messe für die Verstorbenen, die Lichterprozession der Candelas sowie um Mitternacht der Rosenkranz und das traditionelle „Schlafenlegen“ der Virgen.
Sicherheit und Schutz der Natur haben oberste Priorität
Um die Sicherheit der vielen Pilger zu gewährleisten und zugleich die empfindliche Landschaft zu schützen, haben die zuständigen Behörden entlang des Camino del Socorro und des angrenzenden Vulkangebiets Malpaís einen umfangreichen Sondereinsatz geplant. Rettungs-, Sicherheits- und Assistenzkräfte sind im gesamten Streckenverlauf im Einsatz. Bereits im Vorfeld hat der Inselrat (Cabildo) die Wege instand setzen lassen: Schlaglöcher wurden repariert, der Belag geglättet, Abfälle beseitigt und die Beschilderung erneuert. Die Organisatoren appellieren an alle Besucher, ausschließlich die ausgewiesenen Pfade zu nutzen, die Hinweise der Einsatzkräfte zu befolgen und keinerlei Abfall in der Natur zu hinterlassen.
Anreise und Mobilität: Zusätzliche Busse im Einsatz
Die An- und Abreise der erwarteten Menschenmassen stellt jedes Jahr eine logistische Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat das Verkehrsunternehmen Titsa für die Tage des 7. und 8. September sein Angebot massiv ausgebaut: Rund 20.000 zusätzliche Sitzplätze sollen den Pilgern zur Verfügung stehen, um die Nutzung privater Pkw zu reduzieren und die Verkehrsströme zu entzerren. Eine spezielle Buslinie (530) pendelt dabei zwischen der Busstation im Ortskern von Güímar und dem Weiler El Socorro. Zudem werden die regulären Linien 120, 121 und 033 verstärkt bzw. an die Gegebenheiten angepasst. Wegen der Straßensperrungen kommt es außerdem zu Umleitungen auf den Linien 032 und 035.
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