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Golfbälle im Meer: Teneriffas unsichtbare Plastikflut

Mülltauchgang vor Teneriffa: Influencer birgt Dutzende Golfbälle aus dem Meer

Ein kanarischer Influencer sorgt mit einem ungewöhnlichen Fund für Aufsehen: David Segura, der auf Instagram und TikTok unter dem Namen @charquitocanario mehr als eine Million Follower vereint, hat vor der Südküste Teneriffas über 50 Golfbälle aus dem Meeresboden geborgen. Mit einem eindringlichen Video macht der junge Mann nun auf ein vermeintlich harmloses, aber gravierendes Umweltproblem aufmerksam.

„Den Verantwortlichen ist das scheißegal“

In seinem Clip, den er auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte, prangert Segura die „Launen des Menschen“ an, die dazu führten, einen Golfplatz direkt neben dem Meer zu errichten. Die fatale Folge: Unzählige Bälle landen täglich im Wasser. „Einer der Umweltschäden von Golfplätzen ist, dass viele Bälle einfach in der Umgebung verstreut werden“, erklärt der Influencer. In diesem Fall landen sie aufgrund der Nähe des Platzes zur Küste direkt auf dem Meeresgrund. Und, so fügt er unverblümt hinzu: „Denjenigen, die wirklich schuld sind, scheint das scheißegal zu sein.“

Eine falsche Fährte und die Suche nach den wahren Verantwortlichen

Zunächst ging Segura davon aus, dass die Bälle von einem nahegelegenen Golfclub stammen, der 1987 mit einem Profiturnier eröffnet wurde. Doch nur 24 Stunden später ruderte er zurück. In einem weiteren Video stellte er klar, dass die gefundenen Bälle nicht von dem Club stammen, den er ursprünglich in der Beschreibung seines ersten Beitrags verortet hatte. „Ich möchte mich nicht in eine Kontroverse stürzen“, so Segura, der es vorzog, den tatsächlichen Verursacher nicht zu nennen. Stattdessen rief er die Bevölkerung dazu auf, selbst mitzuhelfen und die verlorenen Bälle vom Meeresboden zu sammeln, „um diesen Schaden so gering wie möglich zu halten“.

Mikroplastik-Gefahr: Wenn die Golfbälle zerfallen

Doch die bloße Menge der Bälle ist nicht das einzige Problem. David Segura warnt eindringlich vor der unsichtbaren Gefahr, die droht, wenn die Kunststoffbälle im Meer zu zerfallen beginnen. Zur Untermauerung seiner These zitiert er eine wissenschaftliche Studie mit dem Titel „Quantifizierung von Meeresmüll im Zusammenhang mit Küsten-Golfplätzen“. Die Untersuchung analysierte die Zerfallsmuster von geborgenen Golfbällen und belegt, dass die Zersetzung und Freisetzung von Mikroplastik aus diesen Sportbällen in der Meeresumwelt eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt.

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