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Sommer an den Kanaren: Warum das Meer trügerisch ist

Sommer auf den Kanaren: Die trügerische Ruhe des Meeres

Der Sommer auf den Kanarischen Inseln hat begonnen, und mit ihm füllen sich die Strände mit Badegästen und Surfern. Die Remora Surf School auf Teneriffa richtet jedes Jahr aufs Neue einen wichtigen Appell an alle Strandbesucher: Das Meer mag ruhig wirken – doch das ist es oft nicht. In einem Video, das in den sozialen Medien geteilt wird, erklärt einer der Surflehrer eine Tatsache, die vielen nicht bewusst ist: Strömungen können sich selbst an sonnigen Tagen mit wenig Wellengang und einer vollkommen ruhigen Oberfläche bilden. „Nicht der Wellengang täuscht am meisten, sondern die scheinbare Ruhe des Wassers“, warnt der erfahrene Surfer, der die Strände im Norden Teneriffas, an denen er unterrichtet, bestens kennt.

Die größte Gefahr lauert unsichtbar

Laut der Surfschule ist einer der häufigsten Fehler im Sommer, sich zu sehr auf das vermeintlich „flache“ oder kraftlose Meer zu verlassen. Ausgerechnet an solchen Tagen gehen die meisten Menschen ins Wasser, ohne die tatsächlichen Bedingungen des Ozeans zu prüfen. Die gefürchteten Strömungen – obwohl mit bloßem Auge unsichtbar – können plötzlich auftreten und Badegäste ohne Vorwarnung aufs offene Meer hinausziehen. Die Botschaft der Schule ist klar: Information ist das beste Sicherheitswerkzeug am Strand.

Fünf einfache Regeln für mehr Sicherheit

Die Experten empfehlen daher: Fragen Sie immer einheimische Surfer oder Rettungsschwimmer um Rat. Beachten Sie strikt die Flaggen für das Baden. Verlassen Sie sich nicht allein auf den optischen Eindruck des Meeres. Meiden Sie unbekannte Bereiche, wenn Sie die Strömungen nicht kennen. Und vor allem: Scheuen Sie sich nicht, nachzufragen – „Eine Minute Nachfragen kann einen bösen Schock ersparen“, erinnern die Surflehrer in ihrem Video.

Wenn ein Erlebnis zur lebenslangen Angst wird

In dem Beitrag wird auch ein emotionaler Aspekt beleuchtet: Viele Menschen tragen über Jahre eine schlechte Erfahrung im Meer mit sich herum, die sie in der Kindheit oder Jugend gemacht haben. Ein einziger Vorfall kann eine dauerhafte Angst vor dem Wasser, sogar vor dem Surfen oder dem Strandbesuch, auslösen. Die Remora Surf School Teneriffa betont, dass es ihr nicht darum geht, Angst zu schüren, sondern Bewusstsein zu schaffen. Das Meer ist ein Ort der Freude, aber auch eine sich ständig verändernde Umgebung, die Respekt verdient. „Genießen wir den Ozean, aber mit Wissen und Respekt“, lautet das Fazit des Videos.

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