Rettungseinsatz in der Mittagszeit
Ein dramatischer Morgen am berühmten Charco de San Ginés in Arrecife: Eine etwa 70-jährige Frau musste am Mittwoch aus einer Schlammschicht befreit werden, in der sie steckengeblieben war. Der Notruf ging um 10:53 Uhr bei der Einsatzzentrale der kanarischen Regierung (Cecoes 112) ein, woraufhin die Feuerwehr von Lanzarote und La Graciosa sofort ausrückte.
Bis zu den Knien im Schlick
Nach Angaben der Rettungskräfte stand die Frau zwar noch mit den Füßen auf dem Grund des Gewässers, konnte sich aber aufgrund des angesammelten Schlamms nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Der zähe Schlamm reichte ihr bis zu den Knien und hielt sie fest wie in einem Schraubstock. Die Feuerwehr traf schnell mit einem Einsatzfahrzeug am Unglücksort ein.
Eine Leiter als Rettungsweg
Um die Frau sicher zu erreichen, ohne dass die Retter selbst im Schlamm versinken, legten die Einsatzkräfte eine Leiter über die schlammige Fläche. Dieses Hilfsmittel diente als stabile Unterlage, um das Gewicht der Retter zu verteilen und ihnen einen sicheren Zugang zur Verunfallten zu ermöglichen. Mit dieser Methode konnten die Feuerwehrleute die Frau erreichen und sie aus dem Schlick befreien.
Sanitäter und Polizei im Einsatz
Nach der Rettung wurde die Frau umgehend von den vor Ort befindlichen Sanitätern versorgt und medizinisch untersucht. Der Einsatz verlief ohne weitere Zwischenfälle. Auch die Polizei von Arrecife war beteiligt und unterstützte die Koordination der Rettungsmaßnahmen.
Der Charco de San Ginés – ein Wahrzeichen mit Tücken
Der Charco de San Ginés ist eine der bekanntesten und am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Lanzarotes. Die natürliche Lagune, deren Wasserstand mit den Gezeiten steigt und fällt, ist von einer Vielzahl von Bars und Restaurants gesäumt. Der Vorfall zeigt jedoch, dass selbst diese idyllische Kulisse ihre Gefahren birgt.

