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Spencer Tunick: Nacktinstallation in Maspalomas und Las Palmas

Kunst für die Rechte der Community

Der weltbekannte US-amerikanische Fotograf Spencer Tunick hat Gran Canaria als Schauplatz für sein nächstes großes Projekt auserkoren. Am 26. Juli wird der Künstler eine riesige Nacktinstallation realisieren, die als künstlerischer Protest für die Rechte der LGBTIQA+-Community dient. Die Aktion findet im Rahmen des „Culture Business Pride 2026“ statt.

„Gran Spectrum“: Zwei ikonische Schauplätze

Das Werk trägt den Titel Gran Spectrum und wird von der Inselregierung (Cabildo) Gran Canarias sowie der Tourismusbehörde der Kanarischen Inseln unterstützt. Wie die Organisatoren des Culture Business Pride mitteilten, sind zwei Standorte für die Aufführung vorgesehen: die Hauptstadt Las Palmas und der berühmte Touristenziel Maspalomas im Süden der Insel.

Spencer Tunick, der für seine spektakulären Massenakte in öffentlichen Räumen international bekannt ist, will mit der Aktion auf einen besorgniserregenden Trend aufmerksam machen: Weltweit sind die Rechte und die Sichtbarkeit von LGBTIQA+-Menschen erneut unter Druck geraten. „Die Installation versteht sich als künstlerischer Weckruf“, betont die Organisation. Immer mehr Länder schränken die Rechte von queeren Menschen ein oder kriminalisieren gleichgeschlechtliche Beziehungen. Nach Angaben von ILGA World, dem weltweiten Dachverband von LGBTI-Organisationen aus über 170 Staaten, toben international heftige Debatten über sexuelle Identität und öffentliche Repräsentation.

Für Gran Spectrum setzt Tunick seine unverwechselbare Bildsprache ein: Dutzende oder sogar hunderte nackte Körper werden zu einer lebenden Skulptur arrangiert, die an die Farben der Regenbogenflagge und ihrer Varianten erinnert. „Der Körper wird zur kollektiven visuellen Sprache“, erklären die Organisatoren. In einer Zeit, in der Werte wie Toleranz und Gleichberechtigung weltweit immer häufiger in Frage gestellt werden, möchte das Projekt ein kraftvolles Bild für ein friedliches Miteinander, Gleichheit und Meinungsfreiheit schaffen.

Der 1967 in Middletown, New York, geborene Tunick blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Er hat bereits in über 100 Städten weltweit Installationen realisiert – darunter in New York, London, Barcelona, Sydney, Amsterdam, Wien und Mexiko-Stadt. In der mexikanischen Hauptstadt versammelte er einst mehr als 18.000 Teilnehmer für eine der größten Massenakt-Installationen aller Zeiten. Seit über drei Jahrzehnten hat sich sein Werk von der reinen Fotografie zu einer partizipativen Kunstform im öffentlichen Raum entwickelt, die in Museen und internationalen Medien gefeiert wird.

Die Wahl fiel nicht zufällig auf die Kanaren. „Der Standort ist zentral für die Botschaft des Projekts“, betont der Culture Business Pride. Die Kanarischen Inseln und insbesondere Gran Canaria zählen seit Jahrzehnten zu den beliebtesten LGBTIQA+-Reisezielen in Europa. Maspalomas gilt dabei als einer der wichtigsten Hotspots der queeren Community und bietet damit den perfekten Rahmen für Tunicks künstlerisches Statement für Freiheit und Selbstbestimmung.

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