Waldbrandsaison 2026: Kanaren setzen auf Rekordpersonal und moderne Technik
Die Kanarischen Inseln bereiten sich auf die heiße Jahreszeit vor: Ab dem 1. Juni tritt die diesjährige Kampagne zur Bekämpfung von Waldbränden in Kraft. Im Rahmen des Sonderplans für den Schutz der Bevölkerung und die Bewältigung von Waldbränden (INFOCA) werden insgesamt 2.600 Einsatzkräfte bereitstehen. Dies gab die kanarische Regierung am Sonntag bekannt.
Koordinierungstreffen mit allen Beteiligten
Bereits im Mai fand das erste Koordinierungstreffen zur neuen Saison statt. Daran nahmen hochrangige Vertreter der Regionalregierung teil, darunter der Minister für Raumordnung, territorialen Zusammenhalt und Wasserwirtschaft, Manuel Miranda, der Vizeminister für Notfälle und Wasserwirtschaft, Marcos Lorenzo, sowie der Generaldirektor für Notfälle, Fernando Figuereo, und die Leiterin des Zivilschutzes, Montserrat Román. Ebenfalls vertreten waren die Inselregierungen (Cabildos), die Zivilschutz- und Verwaltungsbehörden, der staatliche Wetterdienst Aemet, die speziellen Waldbrand-Interventionseinheiten (EIRIF), die Delegation der spanischen Zentralregierung sowie die militärische Notfalleinheit (UME).
Mehr Personal und modernere Ausrüstung als im Vorjahr
In der Sitzung wurden nicht nur die aktualisierten Notfallprotokolle des INFOCA-Plans vorgestellt, sondern auch die personellen und materiellen Ressourcen für die neue Saison präsentiert. Mit über 2.600 Einsatzkräften liegt die Zahl rund 100 höher als im Jahr 2025. Zusätzlich stehen 202 Waldbrand-Löschfahrzeuge und 19 Luftfahrzeuge bereit.
Neuer Löschhubschrauber und moderne Drohnenflotte
Die wichtigste Neuerung in diesem Jahr: Ein dritter Löschhubschrauber der EIRIF-Einheit wird im Einsatz sein. Dieser teilt sich den Stützpunkt mit dem Hubschrauber der Notfall- und Rettungsgruppe (GES) auf El Hierro. Ebenfalls neu sind drei leichte Waldbrand-Löschfahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von 2.300 Litern, die von den EIRIF betrieben werden. Diese Einheiten unterstehen dem Ministerium für ökologischen Wandel und Energie der Kanarischen Regierung.
Um die Überwachung und Prävention zu verstärken, kommt in dieser Saison zudem eine Flotte von 23 Drohnen zum Einsatz. Sechs davon gehören der Notfall- und Rettungsgruppe (GES), die restlichen 17 den EIRIF. Die Drohnen sind mit Wärmebildkameras ausgestattet. Sie werden vor allem nachts eingesetzt, um heiße Glutnester in schwer zugänglichem Gelände zu lokalisieren und die Einsatzkräfte am Boden bei der gezielten Suche und endgültigen Löschung zu unterstützen.
Kommunikation und Koordination im Fokus
Ein weiterer Beschluss des Treffens war die Notwendigkeit, die gemeinsamen Kommunikationsübungen und Notfallsimulationen zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen weiter zu intensivieren. Nur so kann die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden im Ernstfall sichergestellt werden. Im vergangenen Jahr wurde der INFOCA-Plan lediglich präventiv aktiviert, ohne dass es zu einem Großbrand kam.

