Ölteppich vor der Küste Gran Canarias: Behörden geben Voralarm
Ein Ölteppich vor der Küste der kanarischen Hauptstadt hat die Behörden am heutigen Montag in Alarmbereitschaft versetzt. Knapp zwei Seemeilen (etwa 1,4 Kilometer) östlich der Spitze des Muelle Reina Sofía in Las Palmas de Gran Canaria treibt eine Verunreinigung, die nach ersten Schätzungen rund 100 Meter lang und 10 Meter breit ist. Die zuständigen Stellen haben daraufhin die Vorwarnstufe des regionalen Notfallplans ausgerufen.
Vorwarnstufe aktiviert
In einer am Montag verschickten Mitteilung erklärte die Generaldirektion für Notfälle der kanarischen Regierung, dass seit 11:00 Uhr die Vorwarnphase im Rahmen des Territorialen Notfallplans für den Zivilschutz der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln – kurz PLATECA – aktiviert sei. Der Schritt erfolgte, nachdem die Hafenbehörde von Las Palmas den internen Notfallplan der Hafenanlage in Phase 1 versetzt und auch den nationalen Seenotrettungsplan (Plan Marítimo Nacional) ausgelöst hatte, der sich in der Alarmstufe „Einsatzlage 1“ befindet.
Einsatz läuft: Mechanische Verteilung des Öls
Laut der Generaldirektion für Notfälle hat die spanische Seenotrettung (Salvamento Marítimo) bestätigt, dass der Austritt bereits unter Kontrolle ist. Derzeit befindet sich der Rettungsschlepper Salvamar Nunki im Einsatzgebiet und führt Maßnahmen zur mechanischen Verteilung des Ölteppichs durch. Die Lage wird von der Seenotrettung eng überwacht und eingegrenzt.
Koordinierung als oberstes Ziel
Mit der Ausrufung der Vorwarnstufe des PLATECA, so die Behörden, solle vor allem eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen Verwaltungen und Organisationen gewährleistet werden. Zudem stehen nun die notwendigen Ressourcen bereit, um die ordnungsgemäße Überwachung der Situation sicherzustellen. Offiziell handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, da der Ölteppich bereits als eingedämmt gilt.

