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Millionen-Projekt entschärft Verkehrschaos im Valle de Güímar

2,9 Millionen Euro gegen den täglichen Stau

Die Inselregierung von Teneriffa (Cabildo) hat die Bauarbeiten an den Zufahrtsstraßen zum Industriegebiet Valle de Güímar abgeschlossen. Mit einer Investition von 2,9 Millionen Euro aus eigener Kasse hat die Inselverwaltung das tägliche Verkehrschaos in der Region beseitigt. Das Problem war „historisch“, wie Inselpräsidentin Rosa Dávila am Donnerstag bei der Besichtigung der neuen Strecken betonte. Künftig sollen täglich mehr als 70.000 Fahrzeuge – darunter 5.000 Lkw und Schwertransporter – reibungslos in das Gewerbegebiet ein- und ausfahren können.

Gemeinsamer Kraftakt vieler Behörden

Zur offiziellen Abnahme der Bauarbeiten waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft angereist. Neben Dávila waren unter anderem die Inselrätin für Mobilität, Eulalia García, der Inselrat für Straßen, Dámaso Arteaga, sowie der stellvertretende Infrastrukturminister der Kanarischen Regierung, Francisco González, vor Ort. Auch die Bürgermeister von Arafo und Güímar, Juan Ramón Martín und Carmen Luisa Castro, sowie der erste stellvertretende Bürgermeister von Candelaria, Jorge Baute, ließen es sich nicht nehmen, das Projekt zu besichtigen. Vertreter der ansässigen Unternehmen rundeten die Runde ab.

„Wir haben die Staus an den Zufahrten zum Industriegebiet endlich beseitigt. Hier handelt es sich um einen wirtschaftlichen und industriellen Motor der Insel, in dem über 5.000 Menschen arbeiten und eine extrem hohe Verkehrsdichte herrscht – etwa 3.000 Fahrzeuge pro Stunde“, erklärte Dávila in einer Pressemitteilung.

Bau in Rekordzeit – dank kooperativem Modell

Bemerkenswert ist die Vorgehensweise bei dem Projekt. Obwohl die Straßen eigentlich in die Zuständigkeit der kanarischen Regionalregierung fallen, hatte der Cabildo bereits 2024 die Initiative ergriffen. Über eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit übernahm die Inselregierung sowohl die Planung als auch die gesamte Finanzierung der Bauarbeiten. „So konnten wir die Umsetzung deutlich beschleunigen“, betonte Dávila.

Die Mobilitätsrätin Eulalia García erläuterte die Details der Maßnahmen. „Die Arbeiten konzentrierten sich auf die Anschlussstellen in Arafo und wurden in mehreren Phasen durchgeführt. Die erste Phase wurde bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen, und die Ergebnisse sind jetzt sichtbar. Die Staus haben sich deutlich reduziert, die Sicherheit ist gestiegen und der Verkehrsfluss für die 70.000 täglichen Fahrzeuge – darunter 5.000 Lkw, Sattelzüge und andere Schwerfahrzeuge – ist wesentlich flüssiger geworden“, sagte García.

Neue Fahrspuren entzerren den Verkehr

Kern der Maßnahmen waren der Bau neuer direkter Fahrspuren sowie die Erweiterung und Neugestaltung der Kreisverkehre an den Zufahrten zum Industriegebiet. Konkret entstanden folgende Direktverbindungen:

  • Eine neue Spur von der TF-281 auf die TF-1 in Richtung Süden.
  • Eine weitere Spur von der TF-1 (aus Santa Cruz kommend) direkt zum Industriegebiet El Carretón.
  • Zwei Spuren vom Industriegebiet Valle de Güímar auf die TF-1 in Richtung Santa Cruz
  • Eine Spur von der TF-1 aus südlicher Richtung direkt in das Industriegebiet.

Dank dieser neuen Trassen wurde einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Insel entflochten. Rund 300 Unternehmen im Industriegebiet profitieren nun von reibungsloseren Anfahrten für ihre Mitarbeiter und den Gütertransport.

Wirtschaft und Kommunen feiern den Erfolg

Ramon Villalba, Vertreter des Unternehmerverbands des Industriegebiets, zeigte sich begeistert. „Was früher ein einziges Chaos war mit ständigen Verspätungen und Behinderungen, wurde durch die enge Zusammenarbeit der Behörden schnell und effizient gelöst. Der Cabildo hat diese Arbeiten in einer Rekordzeit umgesetzt“, lobte Villalba. Die Lösung habe alle Erwartungen übertroffen. „Seit der Eröffnung gab es keine Staus oder Probleme mehr. Für die Unternehmen in der Region ist das ein voller Erfolg – die Zufahrten sind sowohl für die Mitarbeiter als auch für den Warentransport jetzt viel flüssiger“, fügte er hinzu. Francisco González hob ebenfalls die Rekordbauzeit hervor und betonte die Bedeutung der verbesserten Infrastruktur für die geplante Erweiterung des Industriegebiets, die einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung in der gesamten Region im Süden der Insel bringen werde.

Die Bürgermeister von Güímar und Arafo sowie der Vertreter Candelarias zeigten sich erleichtert, dass eine „jahrzehntealte Forderung“ ihrer Gemeinden endlich erfüllt wurde. Sie lobten besonders die „hervorragende Zusammenarbeit“ zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen, die an diesem strategisch wichtigen Knotenpunkt Teneriffas Hand in Hand gearbeitet hätten.

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