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Neue Erdbebenserie unter Teneriffa registriert

Neue seismische Aktivität unter dem Teide-Massiv

Das Nationale Geographische Institut (IGN) hat zwischen dem vergangenen Samstag und den frühen Morgenstunden dieses Montags einen neuen Ausbruch seismischer Aktivität unter Teneriffa an zwei unterschiedlichen Punkten festgestellt: im Gebiet um Izaña und westlich von Las Cañadas del Teide.

Kleine Bebenserie bei Izaña

Am Samstag, dem 11. April, ereignete sich eine kleine Serie von Erdbeben geringer Stärke in der Zone von Izaña. Insgesamt wurden 16 Beben automatisch erfasst, von denen 11 im Nachhinein lokalisiert werden konnten. Ihre Magnituden lagen zwischen 1,0 und 1,9 auf der mbLg-Skala, und die Herdtiefen bewegten sich zwischen 3 und 10 Kilometern. Es handelt sich dabei um vulkanisch-tektonische Ereignisse, ähnlich jenen, die in derselben Region zwischen Mai und November 2025 in einem vergleichbaren Magnituden- und Tiefenbereich aufgezeichnet wurden, wie das IGN mitteilte.

Niederfrequente Signale westlich des Teide

In der Nacht zum Montag, zwischen 0:10 und 0:30 Uhr, registrierten die Seismometer zudem sismo-vulkanische Aktivität. Diese bestand aus zwei niederfrequenten Impulsen (bekannt als LP-Ereignisse) sowie mehreren seismischen Hybrid-Ereignissen geringer Magnitude. Die LP-Ereignisse ähneln denen vom Februar und März dieses Jahres, wiesen jedoch eine geringere Amplitude und kürzere Dauer auf als die damaligen, präzisierte das Institut.

Keine Gefahr einer kurz- oder mittelfristigen Eruption

Insgesamt hat das automatische System des IGN 38 Ereignisse erfasst. Drei davon konnten manuell in einer Tiefe von 12 bis 13 Kilometern in der westlichen Zone von Las Cañadas del Teide lokalisiert werden. Das IGN betont, dass diese Aktivität kein sich wiederholendes Muster in Form von „Familien“ aufweist, wie es bei der seit Februar beobachteten Aktivität der Fall war. Zudem sei keines dieser Ereignisse, weder die Hybrid- noch die LP-Beben, von der Bevölkerung gespürt worden.

Besonders wichtig ist die Einschätzung des Instituts zur Gefahrenlage: Diese Art von Aktivität, die aus seismischen Hybrid-Ereignissen begleitet von Langzeit-Signalen (LP-Ereignissen) besteht, erhöhe nicht die Gefahr eines Vulkanausbruchs auf kurze oder mittlere Sicht (Wochen oder Monate) auf Teneriffa.

Daten sind noch vorläufig

Abschließend weist das IGN darauf hin, dass die Daten aufgrund der geringen Amplitude der analysierten Signale sowie der Anzahl der Ereignisse und ihres Magnituden- und Tiefenbereichs noch als vorläufig zu betrachten sind.

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