Haftstrafe und Millionen-Entschädigung für Anlagebetrug
Das Provinzgericht (Audiencia Provincial) von Santa Cruz de Tenerife hat Mukesh Daswani Daswani zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil wegen schweren Betrugs wurde diesem Donnerstag den Prozessbeteiligten zugestellt. Zusätzlich zur Haftstrafe verhängten die Richter eine Geldstrafe von 24 Monaten à 20 Euro pro Tag. Die zentrale Auflage des Urteils ist jedoch die Verpflichtung, den Geschädigten einen Betrag von über 1,9 Millionen Euro plus Zinsen zu erstatten. Gleichzeitig sprach das Gericht den Angeklagten von den Vorwürfen der Vereitelung der Zwangsvollstreckung und der Verheimlichung von Vermögenswerten frei.
Mitschuldige freigesprochen – Gesellschaft haftet zivil
In demselben Verfahren wurde der Mitangeklagte Francisco Imobach Pomares von allen gegen ihn erhobenen Vorwürfen freigesprochen. Auch die Handelsgesellschaft Pomares & Daswani S.L. wurde von einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit freigesprochen. Allerdings muss diese Gesellschaft zivilrechtlich für die Schäden zweier konkreter Opfer aufkommen. Das Gericht ordnete zudem an, dass Mukesh Daswani in Untersuchungshaft bleibt, falls das Urteil in der nächsten Instanz angefochten wird.
Gelder aus betrügerischen Verträgen müssen zurückgezahlt werden
Die Lebensgefährtin von Daswani, die der lukrativen Beteiligung am Betrug beschuldigt wurde, wurde von den Richtern der Zweiten Sektion des Provinzgerichts zur Rückzahlung von 34.000 Euro verurteilt. In der Urteilsbegründung legt das Gericht fest, dass der Verurteilte die Opfer „nicht für die in den Verträgen genannten Summen oder die versprochenen Renditen entschädigen muss, sondern für das Geld, das tatsächlich infolge des Betrugs verloren ging“. Die Richter erklärten die entsprechenden Verträge für nichtig und leiteten den Schadensersatzanspruch direkt aus der Straftat ab.
20 Prozent Aufschlag für erlittene Unsicherheit
Um die Opfer für den Entzug ihres Geldes, den Vermögensschaden und die erlittene Unsicherheit während des vierjährigen Verfahrens zu entschädigen, erhöhte die Kammer die ausstehenden Beträge um 20 Prozent. Dadurch summiert sich die Gesamthöhe der festgelegten Entschädigungszahlungen für die Geschädigten auf 1.926.275 Euro. Zu diesem Betrag kommen noch die entsprechenden Zinsen hinzu.

