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Protest für Tierheim: 200 Menschen fordern Vertragsverlängerung

Protest für das Tierheim Ravelo

Rund 200 Menschen, begleitet von mehreren Hunden, versammelten sich am Donnerstagmorgen auf dem Platz neben dem Cabildo (Inselregierung) von Teneriffa. Ihr Anliegen: Sie fordern, dass der Vertrag mit der Tierschutzorganisation Adepac aufrechterhalten wird. Adepac ist für die Verwaltung des regionalen Tierheims in Ravelo im Nordosten der Insel verantwortlich. Die Mobilisierung fand vor der Sitzung des Inselparlaments statt und wurde von Sprechchören wie „Cabildo, haltet euch an die Abmachung!“ oder „Die Hunde von Adepac sind unantastbar!“ begleitet.

Forderung nach Kontinuität und Sicherheit

Die Teilnehmer der Demonstration setzten sich für die Verlängerung der Vereinbarung ein, die den Betrieb des Tierheimzentrums ermöglicht. Dort werden derzeit etwa 390 Hunde versorgt. Der Protest fiel zeitlich mit der Plenarsitzung zusammen, in der laut den Organisatoren ein Antrag zur Situation des Tierheims behandelt werden sollte. Die Tierschützer fordern, dass das Cabildo einen von der PSOE eingebrachten Antrag unterstützt. Sollte dieser in dieser Sitzung nicht gebilligt werden, verlangen sie die Einberufung eines Treffens in der kommenden Woche, um über die Zukunft des Vertrags zu beraten.

Vertrag ist gültig, aber die Finanzierung fehlt

Die Präsidentin von Adepac, Yajaira Tovar, betonte während der Kundgebung, dass der Vertrag mit der Inselregierung weiterhin gültig sei. Allerdings sei es dringend notwendig, ihn mit einem ausreichenden Budget auszustatten. Nur so könne sowohl die artgerechte Versorgung der Tiere als auch die Arbeitsplatzsicherheit der etwa 20 Angestellten des Zentrums garantiert werden. Sie erklärte, dass der tägliche Unterhalt des Tierheims konstante finanzielle Ressourcen erfordere, die über die Unterstützung durch Freiwillige hinausgingen.

Streitpunkt: Wettbewerb oder bewährtes Modell?

Ein zentraler Konfliktpunkt dreht sich um das Finanzierungs- und Vergabemodell. Adepac stellt sich gegen die Möglichkeit, dass die Dienstleistung künftig im Wege eines Wettbewerbs unter verschiedenen Tierschutzorganisationen vergeben werden könnte. Man fürchtet, dass ein solches System Unsicherheit innerhalb der Tierschutzszene schüren würde. Auf Teneriffa gibt es nach Angaben aus dem eigenen Bereich etwa 70 Vereine und Gruppen, die sich dem Tierschutz widmen. Von Seiten Adepac wird die Frage aufgeworfen, wie in einem solchen Szenario die Verteilung der Mittel bestimmt werden soll und ob der derzeitige Service für die Tiere weiterhin gewährleistet bliebe.

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