Außerordentliche Finanzhilfe für die Kanaren
Der spanische Ministerrat wird am Dienstag, den 16. Dezember 2025, eine außerordentliche Transferzahlung in Höhe von 100 Millionen Euro an die Kanarischen Inseln genehmigen. Die Inselgruppe ist aufgrund der anhaltenden Migrationsbewegungen in eine Notstandssituation erklärt worden. Die Mittel sind speziell für die Aufnahme und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Migranten vorgesehen. Dies haben Quellen des Ministeriums für Jugend und Kindheit vorab mitgeteilt.
Bedingungen und Kontrollmechanismen
Die Finanzierung wird durch einen königlichen Erlass zur direkten Gewährung von Zuschüssen bereitgestellt, der Garantien für Kontrolle, Rechenschaftspflicht und Qualität in der Betreuung der Kinder vorsieht. Die Zentralregierung wird von den Kanarischen Inseln die Vorlage eines technischen Berichts mit einer Sozialfolgenabschätzung sowie autonomer Interventionsberichte verlangen, die die Verwendung der Gelder belegen. Zusätzlich wird eine spezifische Evaluierung der Auswirkungen auf die tatsächliche Gleichstellung von Jungen, Mädchen und Jugendlichen gefordert.
Detaillierte Berichtspflichten
Wie das Ministerium erläutert hat, muss der Bericht die Auswirkungen auf die effektive Gleichstellung der aufgenommenen Minderjährigen dokumentieren – und zwar mit Statistiken, durchgeführten Maßnahmen und eingeführten positiven Aktionen zur Beseitigung sozialer Barrieren, die zu Ungleichheiten führen, unter besonderer Berücksichtigung von Alter und Geschlecht. Der Bericht muss auch die Erfüllung der Ziele der Subvention nachweisen. Dazu gehören die Unterstützung der Familienpflege, der Kampf gegen Kinderarmut oder Programme für den Übergang ins Erwachsenenleben.
Strenge Überwachung der Mittelverwendung
Darüber hinaus wird das Ministerium sowie anderen Stellen wie dem Generalintervenienten des Staates und dem Rechnungshof die Befugnis eingeräumt, Audits und technische Überprüfungen durchzuführen. Damit soll sichergestellt werden, dass dieser Betrag ausschließlich für den umfassenden und würdigen Schutz der migrierten Kinder verwendet wird, wie das Ministerium für Jugend und Kindheit betont.
Massiver Anstieg der Gesamtmittel
Diese 100 Millionen Euro kommen zu den 40 Millionen Euro hinzu, die die Regierung im Laufe des Jahres 2025 in verschiedenen Haushaltsposten und mit demselben Zweck an die Kanaren überwiesen hat. Insgesamt beläuft sich die Summe im laufenden Haushaltsjahr damit auf 140 Millionen Euro. Dies stellt einen Anstieg von 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Plus von 3.802 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 dar.

