Sturmtief Therese über den Kanaren
Das Sturmtief Therese ließ den Kanarischen Inseln keine Ruhe. In der Nacht auf Freitag, den 20. März, zog eine neue, aktive Front über den Archipel. Sie brachte heftige, teils gewittrige Regenfälle und extrem starken Wind mit sich. Die Unwetter begannen auf den westlichen Inseln und verlagerten sich zum Sonnenaufgang hin nach Osten.
Allgemeine Wetterlage
Die stärksten Niederschläge wurden in der vergangenen Nacht verzeichnet. Der bergige Inselrelief sorgte lokal für noch höhere Regenmengen. Der Wind begleitete die Front mit voller Kraft: In den westlichen Inseln und auf Gran Canaria wurden Böen über 100 km/h gemessen. Auf dem Teide erreichten sie sogar bis zu 120 km/h. Der Ozean war stark aufgewühlt, mit einer Dünung aus dem offenen Atlantik von vier bis fünf Metern Höhe im Norden und rund vier Metern im Westen und Süden. Die Temperaturen stiegen im Nordosten leicht an.
Vorhersage für jede Insel
Teneriffa: Das Schwerste kam in der Nacht. Es wurden Gewitter verzeichnet. Der Wind frischte stark auf, mit Spitzenböen von über 120 km/h auf dem Teide gegen Abend. Auch im Großraum Santa Cruz frischte der Wind kräftig auf.
Gran Canaria: Fronten zogen am Nachmittag und dann erneut in der Nacht durch. Der aktivste Durchgang erfolgte von Südwest nach Nordost in den frühen Morgenstunden. Die Windböen überschritten die 100-km/h-Marke.
Lanzarote: Mit dem Durchzug der Front gab es wechselnde, aber intensive Regenfälle. In der Nacht erreichten die Windböen auf der Insel bis zu 90 km/h.
Fuerteventura: Diese Insel bekam am wenigsten Regen ab, allenfalls in der Nacht im Norden. Tagsüber schien vielerorts die Sonne. Der Wind blieb jedoch intensiv.
La Palma: Intensive Regenfälle wurden in der Nacht verzeichnet. Ab dem Nachmittag traten erste Gewitter auf. Der Wind verstärkte sich und erreichte im Osten der Insel Böen über 100 km/h.
La Gomera: Eine aktive Front brachte am Abend und in der Nacht kräftige Niederschläge, besonders im Westen, begleitet von starken Windböen. Danach beruhigte es sich, bevor die Aktivität am Freitagabend wieder zunahm.
El Hierro: Starke Regenfälle und kräftige Südwestwindböen wurden verzeichnet. Diese ließen nach, bevor sie am Freitagabend und in der Nacht mit Gewittern zurückkehrten.
La Graciosa: Eine unruhige Nacht mit Niederschlägen und starken Windböen lag hinter der Insel. Der Tag verlief ruhiger, bei etwas höheren Temperaturen.
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