Vorsicht bei dringenden Anrufen von Ihrer „Bank“
Cyberkriminelle überraschen ihre Opfer immer wieder mit neuen Tricks. Besonders gefährlich sind Betrugsanrufe, bei denen sich die Täter als Mitarbeiter von Behörden, Banken oder Online-Shops ausgeben. Dies soll Glaubwürdigkeit vermitteln und am Ende dazu führen, dass die Bankkonten der Opfer leer geräumt werden. „Sie rufen an. Sie kennen Ihren Namen. Sie wissen, bei welcher Bank Sie sind. Sie sagen, es gebe einen betrügerischen Abbuchung und Sie müssten sofort handeln.“
Polizei startet Aufklärungskampagne per Mikro-Podcast
Um Verbraucher vor den gängigsten Betrugsmaschen zu warnen, haben Beamte der Zentralen Einheit für Cyberkriminalität der Nationalpolizei eine präventive Kampagne gestartet. Kern der Aktion sind kurze Aufklärungs-Podcasts, die über Plattformen wie WhatsApp, X und Facebook verbreitet werden, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Was ist Vishing?
Das Nationale Institut für Cybersicherheit (INCIBE) erklärt das Phänomen: „Vishing ist eine Art von Betrug mittels Social Engineering per Telefon. Dabei gibt sich der Anrufer in einem Telefonat als vertrauenswürdiges Unternehmen, eine Organisation oder eine Person aus, um persönliche und sensible Informationen des Opfers zu erhalten.“ „Haben Sie jemals einen Anruf erhalten, der von Ihrer Bank zu stammen schien? Vorsicht, es könnte sich um Bank-Vishing handeln“, warnt die Nationalpolizei. „Die Kriminellen geben sich als Mitarbeiter Ihrer Bank aus, verwenden einen professionellen Ton, fälschen manchmal sogar die Rufnummer der Bank und teilen Ihnen mit, dass es ein dringendes Problem mit Ihrem Konto gibt.“
So läuft der Betrug ab
Häufig geht dem täuschend echten Anruf eine SMS voraus, um den Betrug noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Die Behörden beschreiben es als „den Telefonbetrug, der mit Dringlichkeit und Angst spielt, um Ihr Konto in Minuten zu leeren“. In ihren Mikro-Podcasts gibt die Polizei eine Reihe von Ratschlägen, die Bürger beherzigen sollten, wenn sie betrügerische Anrufe erhalten:
- Kontaktieren Sie Ihre Bank direkt, um die Konten zu sperren.
- Erstatten Sie Anzeige bei der Nationalpolizei und bringen Sie Beweise wie Anrufprotokolle, Nachrichten, Kontoauszüge oder alle Informationen mit, die zur Identifizierung des Betrugs beitragen können.
Die goldenen Regeln zum Schutz
Bei dieser Art von Betrug empfehlen sowohl die Sicherheitskräfte als auch das INCIBE der Bevölkerung, äußerste Vorsicht walten zu lassen und einige grundlegende Verhaltensregeln zu beachten, um nicht in die Falle zu tappen:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen: Betrüger nutzen oft einen dringenden Tonfall, um die emotionale Seite des Opfers anzusprechen und es sofort zur Preisgabe der gewünschten Informationen zu bewegen.
- Geben Sie keine finanziellen Informationen preis – es sei denn, die Quelle ist absolut sicher.
- Klicken Sie nicht auf verdächtige Links in SMS oder E-Mails.
- Überprüfen Sie die Information, indem Sie sich direkt über die offiziellen Kanäle an das betroffene Unternehmen oder den Dienst wenden.
Die Nationalpolizei fasst es in einem klaren Satz zusammen: „Denken Sie daran: Ihre Bank wird Sie niemals am Telefon nach Passwörtern, PINs oder Verifizierungscodes fragen.“

