Broadway-Star unter kanarischem Himmel: Patti LuPone kommt
Unter dem Motto „Sterne unter den Sternen“ steht die fünfte Ausgabe des Kulturfestivals „Veranos del Taoro“ in Puerto de la Cruz auf Teneriffa. Vom 18. bis 20. Juni 2026 wird der Park La Sortija zur Bühne für ein fast ausschließlich von Frauen getragenes Programm. Die große Hauptattraktion ist die Broadway-Legende Patti LuPone. Sie präsentiert ihr Programm „Songs from a Hat“ am 19. Juni im „Espacio Laurel de Indias“. An den anderen Abenden sind die renommierten spanischen Schauspielerinnen Anabel Alonso („La mujer rota“, 18. Juni) und Lola Herrera („Camino a la Meca“, 20. Juni) zu erleben. Der Raum unter dem riesigen Indischen Lorbeerbaum hat bereits internationale Größen wie John Malkovich oder Bill Murray gesehen.
Ein Festival mit internationaler Ausstrahlung
„Patti LuPone ist ein lang gehegter Wunsch des Festivals, und endlich haben wir das Glück, sie bei uns zu haben“, sagte Festivaldirektor Enrique Camacho von Encaro Factory. Er betonte, dass „Veranos del Taoro“ eine andere Vision der darstellenden Künste auf den Kanaren biete: „Wir bringen kein Straßentheater, sondern holen das Saaltheater nach draußen, an einzigartige Spielstätten.“ Die Präsenz von LuPone und anderen nationalen Stars festige das Festival als Top-Veranstaltung im internationalen Kulturkalender. „Wir wollten das einzige Festival in Spanien sein, das sein Programm für Künstler öffnet, die normalerweise auf der großen Leinwand zu sehen sind“, so Camacho.
Tournee durch Spanien mit kanarischem Startpunkt
Die große Musical-Diva Patti LuPone kommt nicht nur für einen Auftritt auf die Insel. Sie fungiert auch als Botschafterin für Puerto de la Cruz und wird im Anschluss eine Tournee durch Madrid, Bilbao und Barcelona unter der Flagge von „Veranos del Taoro“ bestreiten. Zudem wird es Auftritte auf anderen Kanarischen Inseln wie Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria geben.
Vielfältiges Programm: Tanz, Cabaret und eine Madonna-Imitatorin
Das Programm der fünften Ausgabe geht weit über die großen Namen hinaus. So wird mit dem „Espacio Raíz“ eine neue Bühne für zeitgenössischen Tanz eingeweiht, wo die Tänzerinnen Guadalupe Torres, Raquel Jara und Emiliana Batista auftreten. Der „Espacio Arboleda“ verwandelt sich in das besondere Cabaret des Festivals mit Yaneli Hernández sowie Mariola Cubells und María Guerra und ihrem feministischen, partizipativen Stück „Señoras y Señoras“. Eine weitere Neuheit ist „Madonna a la carta“ mit der weltweit als beste Madonna-Imitatorin geltenden Künstlerin. „Mit solchen Angeboten versuchen wir auch, die Aufmerksamkeit der Touristen zu gewinnen, die in diesen Tagen in Puerto de la Cruz sind“, erklärte Camacho.
Natürlich weiblich: Ein Festival der Frauen
„Diese fünfte Ausgabe ist das beste Programm, das wir je gemacht haben, weil es alle Theatergenres abdeckt“, fasste Camacho zusammen. Dabei sei es auf natürliche Weise und ungeplant die erste Edition geworden, die vollständig von Frauen dominiert werde. „Diese Tatsache erlaubt es uns, das Programm zu erweitern, damit es parallele Aktivitäten gibt, die sich dem Zuhören und der Reflexion über die in der Kultur geleistete Arbeit widmen.“
Unterstützung von Hotel, Stadt und Regierung
Das Hotel Taoro, gelegen im Park La Sortija, ist ein natürlicher Partner und wird mit seinen Räumlichkeiten Teil des Festivals sein. Bürgermeister Leopoldo Afonso bekräftigte die Rolle Puerto de la Cruz‘ als Gastgeberstadt: „Dieses Festival ist einer der größten Exponenten für die kulturelle Positionierung unserer Gemeinde.“ Kulturstadträtin Desiré Díaz betonte, dass „Veranos del Taoro“ nicht nur ein internationales Top-Programm biete, sondern Kultur auch allen Bürgern näherbringe.
Alfonso Cabello, Vizeminister der Präsidentschaft der Kanarischen Regierung, hob das Engagement der Regionalregierung für solche Kulturinitiativen hervor. Javier Prieto, Direktor für Institutionelle Beziehungen bei Turismo de Islas Canarias, brachte die touristische Bedeutung auf den Punkt: „In Kultur zu investieren bedeutet, in ein solideres, diversifizierteres und qualitativ hochwertigeres Tourismusmodell zu investieren, von dem Einheimische und Touristen gleichermaßen profitieren.“

