Tödlicher Unfall am Flughafen Gran Canaria
Ein Mitarbeiter eines Bodenabfertigungsunternehmens (Handling) ist am Samstagnachmittag seinen Verletzungen erlegen, die er sich bei einem Arbeitsunfall auf der Landebahn des Flughafens Gran Canaria zugezogen hatte. Wie diese Zeitung in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich bei dem Verunglückten um den Fahrer eines Gepäckwagens des Unternehmens Groundforce, der mit dem Be- und Entladen des Passagiergepäcks beschäftigt war.
Zusammenstoß auf der Landebahn
Aus noch ungeklärten Gründen prallte der Mann mit dem Fahrzeug, das er für den Gepäcktransport nutzte, gegen ein baugleiches, auf der Piste abgestelltes Fahrzeug. Nach dem Unfall wurde der Angestellte von den am Ort eingetroffenen Notdiensten der 112 mit Verletzungen unterschiedlichen Grades ins Krankenhaus gebracht. Zuvor hatte ihn bereits das medizinische Personal des Flughafens am Unfallort erstversorgt. Aufgrund der Schwere der erlittenen Verletzungen konnte sich der Betroffene jedoch nicht erholen und verstarb Stunden nach dem Vorfall in der Klinik, in der er unter Beobachtung stand.
Guardia Civil ermittelt
Die Guardia Civil versucht derzeit, die Ursachen des Unfalls zu klären, um herauszufinden, warum es zu dem folgenschweren Zusammenstoß kam. Der Vorfall erinnert an einen anderen tödlichen Arbeitsunfall, der sich vor einem Jahr am selben Flughafen ereignete.
Ähnlicher Vorfall vor einem Jahr
Am 23. Mai 2024 kam der 58-jährige Mitarbeiter Salvador Sánchez ums Leben, während er Asphaltierungsarbeiten auf der Landebahn durchführte. Er arbeitete in dem Moment für das Unternehmen FSM, das für die Bauarbeiten subunternehmerisch tätig war, als er von einer Straßenwalze überrollt wurde. Auch damals überlebte der Mann den Unfall zunächst in kritischem Zustand, starb jedoch kurz nach seiner Ankunft im Krankenhaus. Salvador war zu Fuß mit Teerarbeiten an der Piste beschäftigt, als ein Kollege, der von einer Walze aus asphaltierte, ihn mit dem schweren Gerät erfasste. Dieser frühere Vorfall stellte sich nach Ermittlungen der Guardia Civil, die entsprechende Aussagen aufnahmen und Sicherheitskameras sichteten, als ein bedauerlicher Arbeitsunfall heraus. Der Kollege des Verstorbenen hatte ihn auf der Landebahn nicht gesehen, was zu dem tragischen Überrollen führte.

