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Bis zu 1.000 Euro: So teuer wird die Weihnachts-Heimreise auf die Kanaren

Die teure Sehnsucht nach der Heimat

Die Rückkehr in die Heimat zu Weihnachten ist einer der sehnsüchtigsten Momente des Jahres. Diese Heimreise beginnt 2025 an diesem Freitag, dem 19. Dezember, mit dem Ende des Schulunterrichts. Doch die „Operation Rückkehr“ ist nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich, und schon gar nicht für viele Kanaren, die nicht mehr auf dem Archipel leben. Bis zu 1.000 Euro kann es eine vierköpfige Familie kosten, von Madrid aus auf die Inseln zu reisen, um den Heiligabend zu verbringen – 250 Euro pro Ticket. Dennoch werden es Tage sein, an denen die Aktivität in den Häfen und Flughäfen der Inseln hektisch wird und der Betrieb deutlich hochgefahren wird, um alle nach Hause zu bringen. Allerdings können nicht alle, die fliegen wollen, es sich auch leisten.

Preisexplosion bei den Flugtickets

Die Preise für Flugtickets, die den Archipel mit dem spanischen Festland verbinden, sind, wie jedes Jahr, für die Weihnachtszeit in die Höhe geschossen. Besonders betroffen sind jene Kanaren, die außerhalb der Inseln leben und daher keinen Anspruch auf den Residentenrabatt haben. So müsste eine vierköpfige Familie 1.000 Euro für Hin- und Rückflugtickets investieren, um zwischen dem 23. und 26. Dezember von Madrid nach Teneriffa zu reisen. Das günstigste Ticket für diese Daten kostet fast 250 Euro (Hin- und Rückflug), wenn man nicht auf den Kanaren gemeldet ist.

Diese Summe steigt noch weiter, wenn die Reise auf einer nicht-hauptstädtischen Insel enden soll, da oft zum Strecke vom Festland noch ein weiterer Inselflug hinzukommt. Ähnlich hoch sind die Preise für einen Flug von der spanischen Hauptstadt nach Gran Canaria: 190 Euro für eine Hin- und Rückreise.

Mehr als doppelt so teuer wie nach den Feiertagen

Der Preis für Tickets, um mitten in der Weihnachtszeit auf den Archipel zu kommen, ist mehr als doppelt so hoch wie für Reisen nach den Feiertagen. Ein Ticket zwischen Madrid und Teneriffa für Donnerstag, den 15. Januar, mit Rückflug am Sonntag, den 18. Januar, ist ab 106 Euro zu haben. Mit anderen Worten: Der Preis erhöht sich in der Weihnachtszeit um 135%.

Die Situation ist noch schlimmer, wenn der Passagier von Barcelona aus starten möchte. Das günstigste Ticket, das auf einer der meistgenutzten Buchungsplattformen zu finden ist, übersteigt 450 Euro. Das sind 1.800 Euro, wenn die ganze Familie Weihnachten auf den Kanaren verbringen soll.

Proteste und persönliche Dramen

Ein Szenario, das seit Jahren von der Vereinigung Canarios sin Alas (Kanaren ohne Flügel) angeprangert wird. Die Gruppe sammelt in ihren sozialen Netzwerken Zeugnisse von Inselbewohnern, die aufgrund der hohen Ticketpreise dieses Weihnachten nicht auf den Archipel kommen können. Einige geben an, seit über 30 Jahren nicht mehr die Feiertage mit ihren Angehörigen verbringen zu können. Andere wiederum freuen sich, überhaupt Tickets ergattert zu haben, auch wenn sie nicht an den gewünschten Tagen und zu den gewünschten Zeiten sind und sie etliche Autostunden zum Flughafen zurücklegen müssen.

Ein Last-Minute-Ticket für eine Reise auf die Kanaren zu diesen Terminen zu kaufen, ist für viele Haushaltskassen praktisch unmöglich. Wer reisen will, weiß, dass er viele Monate im Voraus buchen muss. Im Gegensatz zu den Verbindungen auf dem Festland, wo die Bürger Alternativen wie Zug oder Bus haben, um ihre Familien zu treffen, ist das Flugzeug für Kanaren, die außerhalb des Archipels leben, fast das einzige verfügbare Verkehrsmittel.

Rekordbetrieb an den Flughäfen

Trotz der hohen Preise bereiten sich die Flughäfen auf einen Ansturm vor. In dieser Weihnachtszeit werden auf den Inselflughäfen 1.708 Flüge mehr abgewickelt als 2024, was einer Steigerung von 7% entspricht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die „Operation Ausreise“ aufgrund des Kalenders dieses Jahr einen Tag früher beginnt und die Kampagne somit einen Tag länger dauert. Insgesamt werden auf den Inselflughäfen 24.827 Flugzeuge landen oder starten, gegenüber 23.119 im letzten Jahr.

Der Samstag, der 20. Dezember, wird der Tag mit dem größten Verkehrsaufkommen auf den kanarischen Flughäfen sein. Allein an diesem Tag werden 1.539 Flugrouten bedient. Auch am Samstag, dem 27. Dezember, werden mehr als 1.500 Flüge durchgeführt – ein Tag, an dem viele Reisende die Rückreise nach den Feiertagen antreten, andere zum Silvesterabend anreisen oder das Jahr an anderen Orten ausklingen lassen.

Hektik auch in den Häfen

Auch in den kanarischen Häfen werden hektische Tage erwartet. Die Reederei Fred Olsen rechnet über die gesamte Weihnachtszeit mit 200.000 Passagieren und etwa 55.000 Fahrzeugen. Das Unternehmen wird seinen Betrieb damit um 17% bei den Passagieren und 21% bei den Fahrzeugen im Vergleich zu 2024 steigern.

Die nachgefragtesten Routen werden diejenigen sein, die Gran Canaria und Teneriffa verbinden, Teneriffa mit La Gomera sowie die Strecken zwischen Lanzarote und Fuerteventura und Gran Canaria mit der „Isla Majorera“ (Fuerteventura). Auf der Linie zwischen den beiden Hauptinseln werden voraussichtlich 70.000 Menschen an Bord gehen. Zwischen Teneriffa und La Gomera rechnet die Reederei mit mehr als 45.500 Passagieren, zwischen Lanzarote und Fuerteventura mit mehr als 35.000 und auf der Route zwischen Gran Canaria und Fuerteventura werden etwa 31.500 Personen reisen.

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