Disney-Produzent setzt auf Teneriffa
Das Unternehmen Surfing Giant, Schöpfer der Zeichentrickserie „Hey AJ!“, die Disney in diesem Jahr 2026 gestartet hat, wird dieses Frühjahr ein Animationsproduktionsstudio in der Sonderzone der Kanaren (Zona Especial Canaria, ZEC) auf Teneriffa eröffnen. Dabei entstehen mehr als 100 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Animation und Produktion. Der Großteil der Einstellungen wird auf den Kanarischen Inseln und dem spanischen Festland erfolgen.
Steueranreize und Talentpool überzeugen
In einer Mitteilung der ZEC, einem Gebiet mit niedriger Besteuerung, an das sich das Studio anschließt, heißt es, dass das Unternehmen mit dieser Eröffnung den Start seines Produktionszentrums in Manchester (UK) im Jahr 2022 konsolidiert. Es nutzt die steuerlichen Anreize der Kanaren, um das wachsende Produktionsvolumen zu unterstützen. „Die Kanarischen Inseln bieten solide steuerliche Anreize und einen erfahrenen Talentpool, was es uns ermöglicht, die Produktion effizient zu skalieren und direkt in unsere Teams und Projekte zu reinvestieren“, erklärt Scott Parish, Co-Geschäftsführer von Surfing Giant Studios und COO von Alcon Entertainment. Er fügt hinzu: „Teneriffa ist eine strategische Erweiterung unserer europäischen Operationen.“
Vernetztes europäisches Produktionsnetzwerk
Laut ZEC strukturiert Surfing Giant seine europäischen Aktivitäten als ein vernetztes Produktionsnetzwerk zwischen seinen Zentren in Manchester und auf den Kanaren. Dieses Netzwerk sei in der Lage, Originalinhalte zu entwickeln und die Produktion mehrerer Serien gleichzeitig durch seine Arbeitsabläufe in Toon Boom Harmony und 3D zu unterstützen. Das Unternehmen wird seine Standorte in Los Angeles, Manchester und auf den Kanaren miteinander verbinden und so dazu beitragen, dass das kanarische Animations-Ökosystem als strategisches Puzzleteil der Gruppe weiter wächst.
Starke Hollywood-Verbindung und Wachstum
Das Entwicklungsportfolio des Studios umfasst mehrere Genres und Altersgruppen mit Fokus auf hochwertige, eigene Marken (Original Intellectual Property). Die kanarische Niederlassung, die als kollaborativer und maßgeschneiderter Arbeitsraum konzipiert ist, wird sich zunächst auf die Produktion von 2D-Animation konzentrieren und sich dann auf zusätzliche Formate und Plattformen ausweiten. Surfing Giant Studios gehört zu Teilen Alcon Entertainment, einer der bedeutendsten Hollywood-Gruppen mit Produktionen wie „Blade Runner“ oder „Garfield“ und Eigentümer der „Matrix“- oder „Mad Max“-Reihen, sowie Jeff Marsh (Emmy-Gewinner) und Michael Hodges (mehrfacher Grammy-Nominierter). Seit 2022 ist das Unternehmen stark gewachsen, hat seine Liste eigener Marken erweitert und steht kurz vor dem Produktionsstart einer noch nicht angekündigten neuen Action- und Abenteuerserie für einen großen US-Sender.
Aufbau eines lokalen Teams auf Teneriffa
Der Einstellungsprozess für das neue Studio beginnt in den kommenden Wochen. Die Stellen werden öffentlich ausgeschrieben und Bewerbungen ausschließlich über die offiziellen Kanäle entgegengenommen. Michael Hodges, Co-Geschäftsführer von Surfing Giant Studios und CEO von Surfing Giant Europe, erklärt: „Wir haben ein unglaubliches globales Team aufgebaut, das sich darauf konzentriert, erstklassige Inhalte für die Welt zu liefern. Die Expansion auf Teneriffa gibt uns die Möglichkeit, unsere Familie von Kreativen noch weiter zu vergrößern und mehr Produktionen zu unterstützen.“ Sowohl die Teams in Manchester als auch auf den Kanaren werden unter der Leitung von Studioleiterin Helen Brown arbeiten, die die Produktion, Einstellung und Talententwicklung an allen Standorten überwacht. „Auf den Kanarischen Inseln gibt es eine etablierte und einladende Animations-Community, und wir freuen uns sehr, ein Teil davon zu werden“, versichert Brown. Ihr Ziel sei es, ein starkes lokales Team auf Teneriffa aufzubauen, das das Talent ihres Studios im Vereinigten Königreich ergänzt.
Meilenstein für den kanarischen Animationsstandort
Der Präsident der ZEC, Pablo Hernández, betrachtet die Ankunft von Surfing Giant als einen weiteren Meilenstein, bei dem „das Animations-Ökosystem der Kanarischen Inseln weiter wächst und sich als einer der wichtigsten Hubs für digitale Kunst weltweit positioniert“. Er schließt: „Es ist zweifellos ein einzigartiger globaler Erfolgsfall, denn 2017 gab es auf den Kanaren praktisch keine Animation, und heute ist es einer der wichtigsten europäischen und weltweiten Hubs.“

