Familie sucht nach unbekannten Lebensrettern
Ein Jahr nach der Tragödie am Charco del Viento in La Guancha im Norden Teneriffas sucht die Familie des vermissten Arek noch immer nach Antworten – und nach zwei mutigen Menschen. Der 15-jährige Jugendliche polnischer Herkunft wurde am 22. Februar 2025 von einer Welle erfasst und ins Meer gespült, als er sich mit seiner Schwester und seinem Vater an der bekannten, aber gefährlichen Naturbadestelle aufhielt. Während die Suche nach Areks Körper erfolglos blieb, konzentriert sich die Mutter, Kasha, nun auf die Suche nach zwei Personen, die in den kritischsten Momenten des Unglücks ihr Leben riskierten, um ihrer Tochter zu helfen.
Die Erinnerung an die entscheidenden Minuten
Über die Plattform „Canarias 1500 Km de Costa“ schildert Kasha die Geschehnisse. Der erste Helfer sei ein etwa 30-jähriger Mann mit dunkler Hautfarbe gewesen, der eine weiße Unterhemd und blaue, wahrscheinlich jeansfarbene, Hosen trug sowie eine Sonnenbrille. „Er saß auf einer Steinmauer und las ein Buch. Ich erinnere mich, dass er mit einem Rettungsring auf uns zugerannt kam“, so die Mutter. Der zweite Mann wird als weiß, wahrscheinlich mit braunem Haar, groß und kräftig beschrieben und war von einer Frau begleitet. „Rafal – mein Mann – hatte keine Kraft mehr, und dieser Mann nahm meine Tochter und brachte sie nach oben, legte sie in meine Arme“, berichtet Kasha detailliert.
Großangelegte Suche und geplanter Gedenkakt
Die Vereinigung „Canarias 1500 Km de Costa“, die sich der Prävention von Wassersportunfällen widmet, organisierte zusammen mit einer Gruppe von Freiwilligen intensive Suchaktionen nach Arek. Beteiligt waren Taucher, Apnoetaucher, Bootsführer, Psychologen, Sanitäter, die Lokalpolizei, die Guardia Civil, Feuerwehr, Zivilschutz und die Nationalpolizei – teils in ihrer Freizeit – sowie Mitglieder von ACUDROPOL, einer Vereinigung von Drohnenpiloten aus verschiedenen Sicherheitskräften. Trotz aller Bemühungen wurde der Körper des Jungen nie gefunden.
Anlässlich des ersten Jahrestages der Tragödie bereitet die Vereinigung für Sonntag, den 22. Februar 2026, einen Gedenkakt vor. Gleichzeitig appelliert die Plattform an alle Personen, die weitere Informationen zu den beiden unbekannten Helfern haben könnten, sich zu melden. Kontaktmöglichkeiten sind die E-Mail-Adresse [email protected] oder direkte Nachrichten über die Social-Media-Kanäle der Vereinigung (Facebook, Instagram, X und TikTok).

