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Streikwarnung: Busse der ALSA-Gruppe auf Kanaren betroffen

Streikwarnung für Busverkehr auf den Kanaren

Die Federación de Servicios a la Ciudadanía der Gewerkschaft Comisiones Obreras (CCOO) auf den Kanarischen Inseln hat einen Streikaufruf für mehrere Unternehmen der ALSA-Gruppe veröffentlicht. Als Grund nennt die Gewerkschaft die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, fehlende Fortschritte bei Verbesserungsvereinbarungen und einseitige Entscheidungen der Geschäftsführung. Die geplanten Streiktage sind der 8. Januar (von 11:00 bis 17:00 Uhr), der 10. Januar (den ganzen Tag) und der 13. Januar (von 11:00 bis 17:00 Uhr).

Betroffene Unternehmen und Vorwürfe

Von dem Arbeitskampf betroffen sind die Firmen Artazo Servicios Integrales S.L., Hermano Díaz Melián S.L., Microbuses Cándido S.L., NEX Continental Holdings, S.L.U., Canary Logistic Solution S.L. und Transportes Turísticos Islas Canarias. Laut FSC-CCOO arbeiten die Beschäftigten weiterhin unter einer Arbeitsorganisation, die zu Überlastung, Stress, mangelnder Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie Gesundheitsrisiken führt. Trotz wiederholter Warnungen der Gewerkschaft hätten die Unternehmen keine korrigierenden Maßnahmen ergriffen.

„Die Belegschaft steht unter ständigem Druck, mit Arbeitsrhythmen und Schichten, die die Work-Life-Balance erschweren und die Gesundheit beeinträchtigen, während das Unternehmen wegschaut“, so die Gewerkschaft. Zudem habe man ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede zwischen Beschäftigten mit gleichwertigen Tätigkeiten festgestellt, was gegen den Grundsatz der Entgeltgleichheit verstoße.

Fehlende Fortschritte und einseitige Entscheidungen

Hinzu komme das völlige Fehlen von Fortschritten in den Betriebsvereinbarungen und bei den von der Gewerkschaft vorgelegten Verbesserungsvorschlägen, was auf eine unbewegliche Haltung der Geschäftsleitung zurückzuführen sei. CCOO betont, dass organisatorische und wirtschaftliche Veränderungen ohne Einbeziehung der gesetzlichen Vertretung der Arbeitnehmer vorgenommen worden seien, was gegen die etablierten Verfahren zur Änderung von Arbeitsbedingungen verstoße.

Insbesondere kritisiert FSC-CCOO, dass wesentliche Änderungen in der Gehaltsstruktur und bei bestimmten Zulagen ohne Konsens eingeführt oder geplant worden seien, was direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität der Belegschaft habe. „Wir werden keine versteckten Kürzungen oder Änderungen bei Gehältern und Zulagen akzeptieren, die hinter dem Rücken derjenigen entschieden werden, die den Service Tag für Tag aufrechterhalten“, warnt die Gewerkschaft.

Folgen für den Service und Appell an das Management

Die Gewerkschaft unterstreicht, dass der Streik die Antwort auf monatelange, ergebnislose Dialogversuche sei: „Die Geschäftsführung kann nicht weiter einseitig handeln oder die vernünftigen Vorschläge ignorieren, die wir zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Servicequalität vorgelegt haben“, so FSC-CCOO Canarias. Diese Bedingungen wirkten sich auch auf die Dienstleistung für die Bürger aus: „Es ist nicht möglich, einen sicheren und effizienten Transport zu gewährleisten, solange prekäre Arbeitsbedingungen und unternehmerische Entscheidungen aufrechterhalten werden, die nur auf kurzfristigen Profit aus sind.“

Abschließend bekräftigt FSC-CCOO ihre Bereitschaft, den Dialog jederzeit wieder aufzunehmen, um reale und dauerhafte Lösungen zu finden, die die Arbeitsbedingungen verbessern und die Qualität des öffentlichen Verkehrsdienstes garantieren. „Unser Wille ist klar: Wir sind offen für Verhandlungen, um diesen Konflikt zu lösen. Der Ball liegt jetzt im Feld der Geschäftsführung“, schließt die Federación de Servicios a la Ciudadanía de Comisiones Obreras Canarias.

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