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Sohn in Lanzarote wegen mutmaßlichen Mordes an Vater festgenommen

Sohn in Lanzarote wegen mutmaßlichen Mordes an Vater festgenommen

Die Nationalpolizei hat auf Lanzarote einen jungen Mann als mutmaßlichen Täter des gewaltsamen Todes seines Vaters festgenommen. Der Verdächtige soll seinen Vater, mit dem er in Arrecife zusammenlebte, mit einem schweren Schlag eines großen Hammers auf den Kopf getötet haben. Dies teilte die Oberste Polizeidirektion der Kanaren an diesem Donnerstag mit.

Tatverdächtiger stellte sich selbst bei der Polizei

Den Angaben zufolge gehen die Ereignisse auf den 27. November letzten Jahres zurück. Damals erschien der spätere Tatverdächtige selbst auf einer Polizeiwache und erklärte, er habe seinen Vater auf den Kopf geschlagen. Dieser liege regungslos auf dem Boden. Sofort fuhren Beamte zur gemeinsamen Wohnadresse. Dort leisteten Rettungskräfte dem Opfer erste Hilfe und brachten es eiligst ins Universitätskrankenhaus Doctor Negrín auf Gran Canaria. Trotz der intensivmedizinischen Versorgung erlag der Mann schließlich seinen schweren Verletzungen.

Angebliches Motiv und forensische Untersuchung

Der Festgenommene gab den Ermittlern gegenüber an, der Grund für die Tat sei eine angebliche sexuelle Aggression durch seinen Vater in der vorangegangenen Nacht gewesen. Daraufhin wurde das Protokoll für Sexualstraftaten aktiviert und der diensthabende Gerichtsmediziner verständigt. Dieser kam nach seiner medizinischen Untersuchung in seinem Bericht zu dem Schluss, dass keine Verletzungen feststellbar seien, die mit einer sexuellen Nötigung mit Penetration vereinbar wären.

Psychische Bewertung und Tatwaffe sichergestellt

Sanitäter und Polizisten stellten zudem fest, dass der Mann eine nicht kohärente Schilderung der Ereignisse lieferte, die von zahlreichen Widersprüchen geprägt war. Er zeigte Episoden von Angstzuständen, selbstverletzende Gedanken und subjektive Wahrnehmungen ohne objektive Grundlage. Daher wurde er zur klinischen Bewertung an den psychiatrischen Dienst überwiesen. Bei einer technisch-polizeilichen Augenscheinnahme am Tatort konnten die Beamten die Tatwaffe sicherstellen: einen großen Hammer.

Von versuchtem Totschlag zu vollendetem Mord

Der junge Mann wurde zunächst wegen des Verdachts des versuchten Totschlags festgenommen. Nach dem Tod des Opfers wurde der Vorwurf zum vollendeten Totschlag erweitert. Die Nationalpolizei gab außerdem bekannt, dass der Festgenommene bereits im vergangenen Sommer wegen Bedrohung gegen seinen eigenen Vater vorübergehend in Gewahrsam genommen worden war. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurde der Verdächtige der zuständigen Justizbehörde vorgeführt, die Untersuchungshaft anordnete.

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