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Sicherheitsrisiko: Parkhaus am Karnevalplatz in Santa Cruz gesperrt

Stadt stellt Betreiberfirma Ultimatum

Die Stadtverwaltung von Santa Cruz de Tenerife hat an diesem Freitag in einer Pressemitteilung eingeräumt, dass das unterirdische Parkhaus an der Plaza de España neben der Avenida de Anaga erhebliche Sicherheitsmängel aufweist. Ausgerechnet unter dieser Fläche, auf der Teile des berühmten „Carnaval Chicharrero“ stattfinden, ist der Zustand der Decke in verschiedenen Abschnitten nicht ausreichend sicher. Das Rathaus betont, dass es den Konzessionsbetreiber förmlich aufgefordert hat, umgehend neue Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, da die bisher durchgeführten Arbeiten als unzureichend eingestuft werden.

Schäden wurden bereits vor Wochen aufgedeckt

Auf diese Missstände hatte bereits vor Wochen die Anwohnervereinigung „El Perenquén“ hingewiesen, die unter anderem die diesem Artikel beigefügten Bilder veröffentlichte. Zwar wurden die am stärksten betroffenen Bereiche daraufhin abgestützt, doch bei einer Überprüfung durch städtische Techniker stellte sich heraus, dass keine angemessenen Maßnahmen getroffen wurden.

Techniker finden korrodierte Stahlträger und herabfallende Betonteile

Laut der lokalen Regierung (CC-PP) führten städtische Techniker am 9. Februar eine Inspektion durch. Dabei wurden strukturelle Schäden festgestellt, die auf Korrosionsprozesse in den Stahlarmierungen der Deckenplatten zurückzuführen sind. Es kam zum Verlust der Betonabdeckung und punktuell zu Abplatzungen. Der Konzessionär wurde damals mündlich angewiesen, die dringenden Vorsorgemaßnahmen auszuweiten, die Abstützungen in den betroffenen Zonen zu verstärken sowie die Absperrung und Markierung der Risikobereiche zu verbessern.

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Nachkontrolle zeigt: Mängel bestehen weiter

Bei einer erneuten Inspektion an diesem Freitag, dem 13. Februar, stellten die Techniker jedoch fest, dass die angeordneten Arbeiten weder vollständig noch korrekt ausgeführt wurden. Erhebliche Sicherheitsdefizite bestehen fort. Konkret gibt es weiterhin Zonen mit freiliegenden Stahlarmierungen und fehlender Betonabdeckung, die nicht ordnungsgemäß abgestützt sind. In Bereichen mit Abplatzungen oder der Gefahr, dass Betonfragmente herabfallen könnten, gibt es keine wirksame und undurchdringliche Absperrung. Zudem erfüllt die angebrachte Absperrung nicht in allen Fällen die erforderlichen Mindeststandards.

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72-Stunden-Frist für die Betreiberfirma

Angesichts dieser Risiken gewährt die städtische Behörde für öffentliche Dienste nun eine maximale Frist von 72 Stunden für die vollständige Umsetzung der angeordneten Maßnahmen. Sollte der Betreiber dieser nicht nachkommen, wird die Stadtverwaltung die Arbeiten selbst in die Hand nehmen und die Kosten anschließend auf die Konzessionsfirma umlegen. Das Rathaus wiederholt die dringende Notwendigkeit, alle betroffenen Decken und Strukturelemente sofort abzustützen und diese Maßnahme auf alle Bereiche mit ähnlichen Schäden auszudehnen. Zudem müssen alle Gefahrenzonen wirksam und unpassierbar für Fußgänger und Fahrzeuge abgesperrt, umzäunt und gekennzeichnet werden, wobei die Sicherheit von Nutzern und Arbeitern sowie die vollständige Funktionsfähigkeit der Fluchtwege jederzeit gewährleistet sein muss.

Stadt fordert Nachweis und erinnert an Betreiberpflichten

Die Stadtverwaltung hat die Konzessionsfirma außerdem aufgefordert, ein technisches Dokument vorzulegen, das die ergriffenen Maßnahmen beschreibt und nachweist. Sie betont, dass es in der Verantwortung des Konzessionärs liege, den angemessenen Erhaltungszustand, die Sicherheit und Funktionalität der Anlage gemäß den Konzessionsbedingungen und der geltenden Technischen Baubestimmung sicherzustellen – insbesondere wenn Umstände vorliegen, die die strukturelle Sicherheit gefährden könnten. Das Rathaus bekräftigt sein Engagement für die Sicherheit öffentlicher und konzessionierter Infrastrukturen sowie für die rigorose technische Überwachung von Einrichtungen, die der Bürgerschaft dienen.

Anwohner kritisieren verspätetes Handeln

Quellen aus der genannten Anwohnervereinigung kritisieren hingegen, dass viel zu spät gehandelt wurde. Ihrer Ansicht nach hätten Maßnahmen, die eigentlich schon vor Jahren hätten umgesetzt werden müssen, nicht ergriffen worden. Zudem sei die Konzession um ein weiteres Jahr verlängert worden. Sie weisen darauf hin, dass die Stadtverwaltung der subsidiär Verantwortliche sei und im Falle eines Unfalls die Konsequenzen tragen müsse. Die Vereinigung erinnert auch daran, dass die Betreiberfirma Interparking Hispania für dieses Parkhaus eine Konzessionsgebühr von 7.960 Euro sowie für das Parkhaus Tom Cano 23.906 Euro zahlt. Zudem warnen sie davor, dass auch andere Parkhäuser ähnlich betroffene Bereiche aufweisen.

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