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Deutsche Seniorin von Kreuzfahrtschiff vor Gran Canaria gerettet

Spektakuläre Rettungsaktion auf hoher See

Das Koordinierungszentrum für den Luftrettungsdienst auf den Kanaren (ARCC Canarias) hat auf Anfrage der Seenotrettung (SASEMAR) eine spektakuläre Rettungsmission der spanischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte geleitet und koordiniert. Der Einsatz fand am Montag, den 29. Dezember, statt. Für die Evakuierung wurde ein HD.21 Super Puma-Hubschrauber der Staffel 802 vom Flügel 46 des Luftwaffenstützpunkts Gando alarmiert.

Deutsche Kreuzfahrtpassagierin in Lebensgefahr

Bei der zu rettenden Person handelte es sich um eine 60-jährige deutsche Passagierin des Kreuzfahrtschiffes ‚Mein Schiff 3‘, die an einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung (Peritonitis) litt. Mithilfe einer Rettungswinde konnte die Frau von dem Schiff geborgen werden, das sich zum Zeitpunkt der Rettungsaktion etwa 500 Kilometer südlich der Insel Gran Canaria befand. Diese Entfernung markierte die operative Reichweitengrenze des eingesetzten Hubschraubers.

Unterstützung durch Aufklärungsflugzeug

Um den Einsatz zu optimieren, wurde zusätzlich ein D.4 ‚Vigma‘-Flugzeug derselben Staffel alarmiert. Dieses Flugzeug lieferte dem Hubschrauber Echtzeitinformationen über die Windverhältnisse in der Flughöhe, um den Flug so kraftstoffsparend wie möglich zu gestalten. Zudem nahm die Besatzung des Flugzeugs vorab Kontakt mit dem Kreuzfahrtschiff auf, um die Ankunft und den Ablauf der Rettungsaktion zu koordinieren.

Präzise Koordination in Echtzeit

Dank einer guten Funkverbindung konnte der Kontakt zwischen den beteiligten Rettungskräften in der Luft und dem Koordinierungszentrum an Land aufrechterhalten werden. So war eine präzise Echtzeit-Koordination möglich. Das Aufklärungsflugzeug gab dem Kreuzfahrtschiff die vom Hubschrauber benötigten Anweisungen bezüglich des zu haltenden Kurses und der Geschwindigkeit. Dies war entscheidend, um die Bergung per Winde zu erleichtern und so schnell wie möglich durchzuführen.

Einzigartige Fähigkeit: Militärkrankenpfleger an Bord

Die Besatzungen der SAR-Hubschrauber der spanischen Luftwaffe verfügen über ein besonderes Merkmal: An Bord ist stets ein militärischer Krankenpfleger. Dies macht sie zu den einzigen Rettungshubschraubern auf den Kanaren mit dieser Fähigkeit. Aufgrund des kritischen Zustands der Patientin wurde der Militärkrankenpfleger zu Beginn der Winden-Manöver zunächst auf das Kreuzfahrtschiff abgeseilt. Dort übernahm er die sichere Übergabe der Patientin, holte wichtige medizinische Daten vom Schiffsarzt ein und leistete der Evakuierten während des gesamten Rückflugs medizinische Assistenz.

Schneller Transport ins Krankenhaus

Das ARCC Canarias koordinierte parallel in Echtzeit mit SASEMAR, um die Daten des Kreuzfahrtschiffs aktuell zu halten, und kontaktierte schließlich das Notfallkoordinierungszentrum 112 der Kanaren (CECOES 112), um die erforderlichen bodengebundenen Rettungsmittel zu mobilisieren. Mit der Patientin an Bord flog der Hubschrauber direkt zum Landeplatz des Hospital Doctor Negrín in Gran Canaria. Dort wurde die Frau von einem Rettungswagen des Kanarischen Notfalldienstes (Servicio de Urgencias Canario) in Empfang genommen und zur weiteren Behandlung in die Klinik eingeliefert.

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