rekord sturm samuel trifft kanarische inseln

Rekord-Sturm Samuel trifft die Kanaren

Rekord-Tief „Samuel“ nimmt Kurs auf den Archipel

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet hat sich in den letzten Stunden westlich von Madeira gebildet und wird nach den Prognosen des europäischen Wettermodells (ECMWF) in den kommenden Tagen mit voller Wucht auf die Kanarischen Inseln treffen, wenn es sich nach Südosten verlagert. Der andorranische Wetterdienst hat das Tief bereits auf den Namen „Samuel“ getauft, entsprechend der offiziellen Namensliste für solche Wetterphänomene.

Ein Sturm mit außergewöhnlichen Merkmalen

Es handelt sich um eine Sturmlage, die schon kurz nach ihrer Entstehung Rekordwerte verzeichnet. Wie der Experte David Campos in seinen sozialen Netzwerken erläutert hat, weist „Samuel“ einen rekordverdächtig tiefen Luftdruck für die Jahreszeit und den Breitengrad auf, dazu Rekordwerte bei der geopotentiellen Höhe und der Ausdehnung des betroffenen Gebiets (Azoren, Madeira und Kanaren). Campos fügt eine weitere Besonderheit hinzu: „Eine isolierte Kaltlufttief (BFA) dieser Dimensionen ist für einen März untypisch.“ Laut diesem Experten stehen wir also vor einem Tiefdruckwirbel mit ungewöhnlichen Eigenschaften, der voraussichtlich von Mittwoch bis mindestens Samstag anhalten und regenreichen, teils gewittrigen Niederschlag, starken Wind, Schnee und gefährliche Küstenphänomene mit sich bringen wird.

Kanaren im Fokus: Orkanböen und meterhohe Wellen erwartet

Der Meteorologe Mario Picazo hat bereits bestätigt, dass die Kanarischen Inseln die Auswirkungen von „Samuel“ am stärksten zu spüren bekommen werden. Seiner Prognose auf eltiempo.es zufolge wird der Westwind bereits am Mittwoch auf allen Inseln auffrischen, wobei die westlichen Inseln zunächst am stärksten betroffen sein werden. „Es werden Böen erwartet, die leicht die 100 Kilometer pro Stunde überschreiten, aber auch sehr hohe Wellen und generell eine komplizierte Seelage, insbesondere im Norden der Inseln“, so die Vorhersage.

Neuer, heftigerer Sturm nach „Regina“

Die Kanaren stehen somit vor einem neuen Unwetter, das stärker werden könnte als das Tief „Regina“ vor wenigen Tagen. Damals ließen die Regenfälle wieder die sogenannten „Barrancos“ (Schluchten) und Wasserfälle auf den Inseln anschwellen, der Wind verursachte Dutzende von Zwischenfällen und die Gipfel von Teneriffa und Gran Canaria bedeckten sich erneut mit einer weißen Schneedecke.

Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln

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