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Reitlehrer wegen Tierquälerei an eigenem Pferd festgenommen

Festnahme nach Vorfall bei Springturnier

Der Natur- und Umweltschutzdienst (Seprona) der Guardia Civil auf Gran Canaria hat einen Reitlehrer wegen des Verdachts auf Tierquälerei festgenommen. Der Mann soll sein eigenes Pferd während der Austragung einer regionalen Meisterschaft im Springreiten misshandelt haben. Die Behörden teilten in einer Pressemitteilung mit, dass die Ermittlungen auf einen Vorfall vom 20. Januar 2026 zurückgehen.

Gewalttätige Reaktion nach Ausscheiden

Während des Turniers soll der jetzt Festgenommene nach der Elimination seines Pferdes im Parcours gewalttätig reagiert haben. Anstatt die üblichen Maßnahmen zur Abkühlung und Erholung des Tieres nach der Anstrengung durchzuführen, trat er dem Pferd laut Zeugenaussagen mehrfach in den Bauch und die Flanke. Die Szene spielte sich vor mehreren Zeugen ab, darunter auch Minderjährige.

Ermittlungen und veterinärmedizinisches Gutachten

Der Seprona leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Reitsportverbands ermöglichte es, die Zeugenaussagen zu sichern und notwendige Beweise für das Verfahren zu bewahren. Im Zuge der Ermittlungen wurde noch am Veranstaltungsort ein offizielles veterinärmedizinisches Gutachten erstellt. Dieses erwies sich als entscheidend.

Pferd in schlechtem Zustand vorgefunden

Das Gutachten bescheinigte, dass sich das Pferd in einem schlechten Zustand befand. Es war noch gesattelt und aufgetrenst, schweißnass, zitterte und zeigte Anzeichen von Nervosität sowie eine defensive Haltung, sobald sein Besitzer in der Nähe war. Diese Indizien bestätigten nach Angaben der Ermittler sowohl körperliche Misshandlung als auch die Vernachlässigung der Grundversorgung. Dadurch seien Gesundheit und Wohlbefinden des Tieres gefährdet gewesen.

Verfahren wird an Justiz übergeben

Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen hat der Seprona die Sache der Justiz übergeben. Die eingeleiteten Verfahrensakten wurden an das zuständige Ermittlungsgericht sowie an die Staatsanwaltschaft für Umweltangelegenheiten in Las Palmas weitergeleitet. Dort wird nun über das weitere Vorgehen entschieden.

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