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Hohe Strafen auf Kanaren: Was bei Radarwarnern erlaubt ist

Radarkontrollen auf den Kanaren: Was ist erlaubt und was verboten?

Die Dirección General de Tráfico (DGT), also die spanische Verkehrsbehörde, setzt Radargeräte ein, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überwachen und Raser zu bestrafen. Die Guardia Civil und die DGT haben das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu reduzieren. Dazu führen sie regelmäßige Überwachungskampagnen durch. Gleichzeitig warnt die Behörde eindringlich vor dem Einsatz technischer Hilfsmittel, die diese Kontrollen vereiteln sollen. Wer solche verbotenen Geräte nutzt oder einbaut, muss mit hohen Geldstrafen und Punktabzug rechnen.

Radar-Inhibitoren: Absolute Illegalität und hohe Strafen

Radar-Inhibitoren (auch Störsender genannt) sind Geräte, die das Signal der Verkehrsradare stören oder blockieren, sodass diese die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht mehr korrekt messen können. Der Einsatz dieser Technik ist strengstens verboten. Artikel 13.6 des spanischen Verkehrsgesetzes verbietet ausdrücklich das Installieren oder Mitführen von Radar-Inhibitoren oder anderen Instrumenten, die der Umgehung oder Störung der Verkehrsüberwachung dienen.

Die Strafe für das Verwenden eines Inhibitors ist drastisch: bis zu 6.000 Euro Geldbuße und der Entzug von 6 Punkten im Flensburger Punktesystem (spanisch: carné de conducir). Nicht nur der Fahrer wird belangt; auch der Fachmann, der das Gerät einbaut, kann eine Strafe erhalten.

Radar-Detektoren: Auch verboten, aber geringere Sanktionen

Anders als Inhibitoren stören Radar-Detektoren die Radargeräte nicht aktiv, sondern orten sie und warnen den Fahrer lediglich vor ihrer Präsenz. Dennoch sind auch reine Detektoren gesetzlich verboten. Wer mit einem solchen Gerät erwischt wird, muss mit einer Strafe von 500 Euro und dem Verlust von 3 Punkten rechnen.

Legale Alternativen: Radar-Avisadores und Apps

Erlaubt sind dagegen sogenannte Radar-Avisadores oder Warngeräte. Diese informieren den Fahrer über die Standorte fester Radarstationen auf seiner Route, basierend auf den offiziell von der DGT veröffentlichten Daten. Viele Navigations-Apps wie Google Maps oder Waze nutzen genau dieses Prinzip: Sie greifen auf eine Datenbank bekannter stationärer Blitzer zu und warnen den Fahrer akustisch oder optisch. Diese Nutzung ist legal und soll dabei helfen, Geschwindigkeitsüberschreitungen von vornherein zu vermeiden.

Immer mehr Blitzer-Fotos auf den Kanarischen Inseln

Die Kontrollen zeigen Wirkung: Im Jahr 2024 erwischten die Radaranlagen auf den Kanarischen Inseln insgesamt 113.942 Fahrer, was einem Anstieg von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Geschwindigkeitsübertretungen bleiben die häufigste Verkehrsordnungswidrigkeit im Archipel. Die Strafen richten sich nach der Höhe des Vergehens und liegen zwischen 100 und 600 Euro, verbunden mit einem Punktabzug von 2 bis 6 Punkten.

Wann wird Rasen zum Straftatbestand?

Die DGT erinnert an eine wichtige rechtliche Schwelle: Ein Verbrechen (delito) liegt vor, wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerorts um mehr als 60 km/h oder außerorts um mehr als 80 km/h überschritten wird. Auf Autobahnabschnitten im städtischen Umfeld, wo das Tempolimit oft auf unter 100 km/h gesenkt ist, gelten besondere Regelungen. Hier führen Überschreitungen zwar zur normalen Geldstrafe, die strafrechtlichen Konsequenzen (wie ein möglicher Führerscheinentzug) treten jedoch erst ein, wenn tatsächlich mehr als 100 km/h gefahren werden.

Der einfachste Rat der Verkehrspolizei

Der Ratschlag der Verkehrsbeamten an alle Fahrer auf Teneriffa und den anderen Inseln ist denkbar einfach: Wer auf Strecken unterwegs ist, auf denen Geschwindigkeitskontrollen bekannt sind oder vermutet werden, sollte rechtzeitig vom Gas gehen. So vermeidet man nicht nur teure Strafen, sondern trägt auch aktiv zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei.

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