Rekord bei Geschwindigkeitsverstößen auf den Kanaren
Die Dirección General de Tráfico (DGT), die spanische Verkehrsbehörde, setzt Radarfallen ein, um die Geschwindigkeit von Fahrzeugen zu überwachen und Raser zu bestrafen. Gemeinsam mit der Guardia Civil hat sie das Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu reduzieren. Dafür führen sie regelmäßige Überwachungskampagnen durch und kontrollieren die Einhaltung der Verkehrsregeln. Im Jahr 2024 registrierten die Radarfallen auf den Kanarischen Inseln insgesamt 113.942 Verkehrssünder – ein Anstieg von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben die häufigste Verkehrsverletzung auf den Straßen des Archipels.
Illegale Radarstörer: Teure Konsequenzen für Fahrer und Werkstatt
Besonders scharf gehen die Behörden gegen sogenannte Radarstörer oder -inhibitoren vor. Diese Geräte stören die Funktionsweise von Verkehrsradaren und blockieren deren Fähigkeit, die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs zu messen. Der Einsatz ist streng verboten. Wer damit erwischt wird, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 6.000 Euro und den Verlust von sechs Punkten in seinem spanischen Flensburg-System (puntos del carné). Doch nicht nur der Fahrer wird zur Rechenschaft gezogen: Auch der Fachmann, der das Gerät einbaut, kann eine hohe Strafe erhalten. Paragraph 13.6 des spanischen Verkehrsgesetzes verbietet ausdrücklich das Installieren oder Mitführen von Geräten, die darauf abzielen, Verkehrsüberwachungssysteme zu umgehen oder zu stören.
Radardetektoren vs. legale Radarwarner: Ein feiner Unterschied
Anders sieht es bei Radardetektoren aus. Diese Geräte warnen den Fahrer aktiv vor der Präsenz mobiler Radarfallen. Ihre Nutzung ist ebenfalls illegal, wird aber mit milderen Sanktionen geahndet: 500 Euro Strafe und drei Punkte Abzug. Erlaubt sind dagegen reine Radarwarner oder -avisadoren. Diese Apps oder Geräte informieren den Fahrer lediglich über die Standorte fester Radarfallen, basierend auf den von der DGT selbst veröffentlichten Daten. Beliebte Navigations-Apps wie Google Maps oder Waze nutzen genau dieses Prinzip, um ihre Nutzer vor bekannten Blitzern zu warnen und so Geschwindigkeitsverstöße zu vermeiden.
Strafen für Rasen: Von Geldbußen bis zum Straftatbestand
Wer auf den Kanaren geblitzt wird, muss je nach Schwere des Verstoßes mit Geldstrafen zwischen 100 und 600 Euro sowie einem Punktverlust von zwei bis sechs Punkten rechnen. Die DGT weist jedoch auf eine wichtige Grenze hin: Ein strafrechtlich relevantes Delikt liegt vor, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts um mehr als 60 km/h oder außerorts um mehr als 80 km/h überschritten wird. Auf Stadtautobahnen mit einem Limit unter 100 km/h gelten besondere Regelungen. Hier führen Überschreitungen zunächst „nur“ zu den genannten Verwaltungsstrafen. Die strafrechtlichen Konsequenzen treten erst ein, wenn tatsächlich mehr als 100 km/h gefahren werden.
Der einfache Rat der Verkehrspolizei für Teneriffa und alle Inseln
Der Rat der Verkehrsbeamten an alle Fahrer auf Teneriffa und den anderen Kanareninseln ist denkbar einfach: Auf Streckenabschnitten mit bekannten Geschwindigkeitskontrollen sollte man rechtzeitig „den Fuß vom Gas nehmen“, wenn man eine teure Verwarnung am Steuer vermeiden möchte. Vorbeugendes und angepasstes Fahren bleibt die sicherste und kostengünstigste Methode.

