Massenprotest gegen neues Ferienvermietungs-Gesetz
Die Kanarische Vereinigung für Ferienvermietung (Ascav) hat am heutigen Mittwoch insgesamt 739 Einsprachen im Parlament der Kanarischen Inseln registrieren lassen. Nach Angaben des Verbands spiegeln diese den Rückhalt der Unternehmer für ihre Forderungen wider. An erster Stelle steht dabei das Verlangen nach einem breiten Konsens bei der künftigen Ausarbeitung und Verabschiedung eines Dekrets zur Reform des Gesetzes zur Ferienvermietung. Dieses Gesetz ist erst drei Monate alt – es wurde im vergangenen Dezember im regionalen Parlament beschlossen.
Wirtschaftsverbände unterstützen die Forderungen
Unter den Organisationen, die die Forderungen von ASCAV unterstützen, befinden sich die Arbeitgebervereinigung CEOE-Teneriffa, der Selbstständigen-Verband ATA und der Verband Junger Unternehmer der Kanaren. Laut ASCAV hat das neue Gesetz verheerende Folgen für die Eigentümer dieser Ferienwohnungen.
Kritikpunkt: Bürokratische Hürden und Rechtsunsicherheit
Besonders kritisiert der Verband einen Punkt, den er als größtes Hindernis und „Blutvergießen“ im Sektor bezeichnet: die Forderung, die Ferienvermietung als „unbedenklich“ einzustufen. Dies würde bedeuten, dass Wohnungen, die bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes ihre verantwortliche Erklärung eingereicht haben, von der vorherigen Meldung als „klassifizierte Tätigkeit“ befreit werden. Gleiches solle auch für neue Anbieter gelten, die ihre Tätigkeit nach dem Inkrafttreten des Gesetzes aufnehmen.
Appell zum Dialog und Warnung vor Folgen
Ascav fordert, dass dieser Dialog- und Konsensprozess mit dem Verband geführt wird, der nach eigenem Bekunden als einziger den Sektor repräsentiert. Man verschweige nicht, dass der irreparable Schaden, das Unbehagen und die Konfrontation, die dieses Gesetz verursache, weil es ohne Einbeziehung der Branche beschlossen wurde, nichts anderes bewirke, als die Verbitterung gegen den Tourismus in der Gesellschaft zu schüren.

